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Totschnig zum Start der Weltklimakonferenz COP31: Fortschritte notwendig, um Klimawandel einzudämmen und Lebensqualität zu schützen

Wien (OTS) – Am 9. November 2026 startet im türkischen Antalya die
31. Konferenz
der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen
über Klimaänderungen (UNFCCC). Bis 20. November 2026 verhandeln
Delegationen aus 196 Staaten über Maßnahmen im internationalen
Klimaschutz. Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig wird
Österreich dabei auf politischer Ebene vertreten.

Eine Besonderheit der diesjährigen Konferenz ist eine geteilte
Vorsitzführung. Die Türkei ist Gastgeberin, stellt den COP-
Präsidenten und ist für die Initiativen außerhalb der formalen
Verhandlungen zuständig (sogenannte Action Agenda). Australien leitet
als „President of Negotiations“ die formalen Verhandlungen.

„Der Klimawandel und seine Auswirkungen werden weltweit immer
massiver spürbar. Daran hat uns besonders der heurige Hitzesommer mit
einer Rekorddürre eindrücklich erinnert. Die Herausforderungen in der
Landwirtschaft, bei der Ernährungssicherheit und bei der
Wasserversorgung betreffen uns alle. Ich erwarte mir daher von der
Weltklimakonferenz, dass alle Staaten Maßnahmen setzen, um den
Klimawandel einzudämmen und einen Beitrag leisten, eine hohe
Lebensqualität für die Menschen zu sichern. Für Österreich und die EU
geht es vor allem darum, Emissionen zu reduzieren, die das Klima
aufheizen. Hier leisten wir natürlich als kleines Land unseren
Beitrag, aber die gesamte Weltgemeinschaft muss ihre Anstrengungen
weiter verstärken. Wir werden uns daher bei der Konferenz aktiv und
konstruktiv einbringen“ , so Umwelt- und Klimaminister Norbert
Totschnig zu Beginn der Klimakonferenz.

Im Mittelpunkt der formalen Verhandlungen steht die Zukunft des
Arbeitsprogramms zur Emissionsminderung („Mitigation Work Programme“)
, das 2026 ausläuft. Zudem starten die Arbeiten an der zweiten
Globalen Bestandsaufnahme unter dem Übereinkommen von Paris, die 2028
abgeschlossen sein sollen. Weitere zentrale Themen sind die Anpassung
an den Klimawandel sowie die Ausgestaltung eines neuen Mechanismus
für den gerechten Übergang („Just Transition“). Auch die
Klimafinanzierung wird erneut einen Schwerpunkt bilden. Für den
australischen Vorsitz haben ein besserer Zugang zu Klimafinanzierung
und ausreichende Mittel für die kleinen Inselstaaten hohe Priorität.
Zudem ist zu erwarten, dass Initiativen der Vorjahreskonferenz in
Belém weitergeführt werden, insbesondere zum Übergang weg von
fossilen Energieträgern.

Die türkische Präsidentschaft stellt die Umsetzung bestehender
Klimaverpflichtungen (Implementation) und die Beschleunigung
konkreter Klimaschutzmaßnahmen (Acceleration) in den Mittelpunkt.
Unter den Leitprinzipien Dialogue, Consensus and Action sollen
politische Zusagen in messbare Ergebnisse und Investitionen übersetzt
werden. Vor diesem Hintergrund hat die türkische Präsidentschaft drei
Leuchtturminitiativen vorgelegt.

– Energiewende: Der weltweite Stromanteil am globalen
Energieverbraucht soll von heute knapp 20 % auf 35 % bis zum Jahr
2035 gesteigert werden („35 by 35“).

– Abfallreduzierung („Zero Waste“): Halbierung des weltweiten
Wachstums von Siedlungsabfällen bis 2035 und konsequenter Ausbau der
Kreislaufwirtschaft.

– Klimaresiliente Städte: Senkung der Energieverbrauchsintensität im
Gebäudesektor in städtischen Ballungsräumen um mindestens 25 % bis
2035.

Weitere Themen der Action Agenda sind unter anderem
Landwirtschaft, Wasser und Ernährungssicherheit sowie der Zugang zu
Klimafinanzierung.