Wien (OTS) – Morgen, Montag, 9. November, findet eine Protest- und
Solidaritätskundgebung vor dem Ardo-Werk in Groß-Enzersdorf statt.
„Die am Freitag präsentierte Einigung zur Sicherung der
Gemüseproduktion im Marchfeld ist zu begrüßen. Dennoch darf nicht
vergessen werden, dass sich für die rund 240 Beschäftigten des Ardo-
Werkes noch immer keine Lösung abzeichnet. Sie brauchen die
Solidarität von Bevölkerung und Bauern, um die Konzernleitung zum
Einlenken zu bewegen“, betonen Reinhold Binder, Bundesvorsitzender
der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) und Barbara Teiber,
Bundesvorsitzende der Gewerkschaft GPA.
Mittlerweile seien sechs Verhandlungsrunden über einen Sozialplan
abgehalten worden, Ardo habe jedoch noch immer kein akzeptables
Angebot vorgelegt.
„Ardo agiert eiskalt. Obwohl man Gewinne geschrieben hat,
schließt man das Werk und ist nicht einmal bereit, den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen fairen Ausgleich anzubieten.
Es geht um Menschen, die ihre Familien versorgen müssen, die Mieten
und Kredite zu zahlen haben. Einem erfolgreichen Konzern stünde es
gut zu Gesicht, auch soziales Gewissen an den Tag zu legen“,
unterstreichen Binder und Teiber. Darüber hinaus fordern sie eine
Arbeitsstiftung, um den Beschäftigten eine Perspektive zu geben.
„So, wie man jetzt für die Bauern des Marchfelds gekämpft hat,
muss nun der Fokus auf den Beschäftigten des Ardo-Werkes liegen. Wir
hoffen, es wird nicht vergessen, dass es einen breiten
Schulterschluss gegeben hat, um die heimische Gemüseproduktion zu
unterstützen“, so die Gewerkschaftsvorsitzenden. Künftige
Verarbeitungsbetriebe sollten daher den Ardo-Beschäftigten
Arbeitsplatzangebote unterbreiten. Davon würden nicht nur die Ardo-
Mitarbeiter:innen profitieren, sondern auch die Unternehmen, die
erfahrenes und motiviertes Personal erhalten. „Sorgen wir gemeinsam
dafür, dass sich das Marchfeld weiterhin positiv entwickelt. Dazu
gehört auch, dass die Arbeitsplätze jenen Menschen gegeben werden,
die seit Jahren dafür sorgen, dass das Gemüse aus dem Marchfeld in
höchster Qualität den Konsumentinnen und Konsumenten zur Verfügung
zur Verfügung gestellt wird“, sagen Binder und Teiber abschließend.
Erinnerung – Protest- und Solidaritätskundgebung vor dem Ardo-
Werk:
– Zeit: Montag, 9. November 2026, 08:00 Uhr
– Ort: Ardo-Werk, Marchfeldstraße 2, 2301 Groß Enzersdorf