Haarentfernung

Equal Pay Day: PRO-GE Frauen fordern rasche Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie

Wien (OTS) – Der Equal Pay Day fällt 2026 auf den 5. November. Er
markiert den
Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen in Österreich und
bezeichnet jenen Tag, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern
statistisch betrachtet bis Jahresende unbezahlt arbeiten. Für die PRO
-GE Frauen sind drei Punkte wesentlich, um mehr
Einkommensgerechtigkeit zu erreichen: Die Umsetzung der EU-
Entgelttransparenzrichtlinie, bessere Kinderbetreuungsangebote und
eine gerechtere Verteilung der unbezahlten Arbeit.

„Es ist eine Schande, dass Österreich noch immer bei der
Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie säumig ist. Offenbar
hat die Wirtschaftsseite Angst vor mehr Offenheit bei den
Lohnstrukturen“, betont die Bundesvorsitzende der PRO-GE Frauen,
Elfriede Schober. Nicht gelten lassen will sie in diesem Zusammenhang
auch das Bürokratieargument, denn „für die Arbeitgeberseite ist die
Bürokratie vor allem dann überbordend, wenn es um Rechte für
Beschäftigte geht.“ Von Seiten der Gewerkschaft werde man weiterhin
darauf drängen, dass die EU-Entgelttransparenzrichtlinie bald in
Österreich wirksam werde.

Beim Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen habe es zwar
Fortschritte gegeben, dennoch gebe es bedeutende regionale
Unterschiede, vor allem bei VIF-konformen Betreuungseinrichtungen.
„Es kann nicht sein, dass in manchen ländlichen Regionen eine
Vollzeitarbeit verunmöglicht wird, nur weil man nicht den passenden
Betreuungsplatz findet“, sagt Schober. Neben dem Ausbau von VIF-
konformen Betreuungseinrichtungen fordert sie die Verantwortlichen in
Bund und Ländern auch auf, Betreuungseinrichtungen mit Öffnungszeiten
zu schaffen, die untypische Arbeitszeiten berücksichtigen.
„Arbeiterinnen sind oftmals im Schichtdienst. Nach der Geburt von
Kindern verlassen viele von ihnen ihren Beruf, weil die Vereinbarkeit
von Beruf und Familie nicht mehr gegeben ist“, so die
Frauenvorsitzende.

Wenig Fortschritte gebe es auch bei der besseren Aufteilung der
unbezahlten Arbeit in der Familie. „Die Betreuung von Kindern oder
die Pflege von Angehörigen sowie Tätigkeiten im Haushalt sind noch
immer weiblich. Das bestätigen sämtliche Studien. Es ist überfällig,
dass hier ein Umdenken erfolgt“, betont Schober. Von der Politik
fordert sie eine Bewusstseinskampagne und vonseiten der Wirtschaft
müsse endlich alles dafür getan werden, dass Männer, die in
Väterkarenz gehen, keine Nachteile im Berufsleben erfahren.

„Haben mehr Frauen die Möglichkeit, Vollzeit zu arbeiten, hilft
das nicht nur ihnen, sondern auch der Wirtschaft. Der
Fachkräftemangel sollte ein Weckruf sein, vorhandene Potenziale
bestmöglich zu nutzen“, unterstreicht die Gewerkschafterin
abschließend.