Haarentfernung

Innenministerium und VERBUND trainieren gemeinsam den Schutz kritischer Infrastruktur

Wien (OTS) – Das Bundesministerium für Inneres (BMI) übt von 13. bis
15. Oktober
2026 in mehreren Bundesländern den Schutz kritischer Infrastruktur
gemeinsam mit der VERBUND AG. In mehreren europäischen Ländern hat
die Zahl sicherheitsrelevanter Vorfälle an sensiblen Anlagen – von
Drohnenüberflügen bis zu mutmaßlichen Sabotagehandlungen – zuletzt
spürbar zugenommen.

Bei einer Pressekonferenz am 12. Oktober 2026 beim Umspannwerk
Wien Süd-Ost unterstrichen Vertreter beider Organisationen die
Bedeutung der Zusammenarbeit:

„Der Schutz kritischer Einrichtungen wurde in Anbetracht der
Gefahr durch hybride Bedrohungen in den letzten Jahren konsequent
weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei jene Einrichtungen, die
für die Menschen in unserem Land lebenswichtig sind“, sagte
Innenminister Gerhard Karner.

VERBUND-CEO Michael Strugl verwies auf die Verantwortung als
Betreiber kritischer Infrastruktur: „Regelmäßige Übungen und die enge
Zusammenarbeit mit Behörden und Einsatzorganisationen helfen uns,
unsere Abläufe laufend zu überprüfen und unsere Handlungsfähigkeit im
Ernstfall sicherzustellen. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es
nicht – umso wichtiger sind konsequente Vorsorge und gut geschulte,
aufmerksame Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Bundespolizeidirektor Michael Takács betonte: „Der Schutz unserer
kritischen Infrastruktur duldet keine Kompromisse. Wir testen unsere
Abläufe unter realistischen Bedingungen, um im Ernstfall ohne
Zeitverlust und mit voller Präzision handeln zu können. Durch die
enge Einbindung der VERBUND AG stellen wir sicher, dass im Krisenfall
alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen.“

„Die Bedeutung solcher Übungen kann gar nicht groß genug
eingeschätzt werden. Abläufe können geprobt und Vernetzung gestärkt
werden. Gerade in einer Krise ist es von immenser Bedeutung, die
Aufgaben und die Partnerinnen und Partner zu kennen – ein Leitspruch
im Krisenmanagement lautet: ‚In der Krise, Köpfe kennen!‘ Die
Erfahrungen zeigen, dass risikobasierte Konzepte sowie eine gute
Vorbereitung wesentliche Grundlagen für ein professionelles
Krisenmanagement im Anlassfall sind und dazu beitragen können,
potentielle Schäden bzw. Kosten möglichst gering zu halten“, sagte
Gruppenleiter Reinhard Schnakl.

Schutz kritischer Infrastruktur als sicherheitspolitische
Priorität

Kritische Infrastruktur – hier insbesondere die Energieversorgung
– bildet das Rückgrat des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen
Lebens. Fällt sie aus, sind rasch weite Teile der Bevölkerung
betroffen. Ihr Schutz vor Naturgefahren und technischen Störungen,
vor allem aber auch Cyberangriffen sowie hybriden und terroristischen
Bedrohungen zählt zu den zentralen sicherheitspolitischen Aufgaben
des BMI. Dieser Anspruch lässt sich nur im engen Zusammenwirken
zwischen den Betreibern und den zuständigen Sicherheitsbehörden
einlösen.

Regelmäßige, realitätsnahe Übungen sind dafür ein zentrales
Instrument: Sie schärfen Entscheidungs- und Kommunikationswege,
stärken die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen und sichern die
Handlungsfähigkeit im Ernstfall.

Ablauf und Schwerpunkte

Im Mittelpunkt der Krisenübung stehen das Informations- und
Krisenmanagement, die Stabsarbeit sowie abgestimmte Führungs-,
Einsatz- und Kommunikationsabläufe. Geübt werden Szenarien zu
intentionalen Gefahrenlagen unter realitätsnahen Bedingungen. Ziel
ist, bestehende Abläufe zu überprüfen, weiterzuentwickeln und das
Zusammenspiel zwischen Betreiber und Behörden zu vertiefen.

Auf Seiten des Innenressorts sind zahlreiche
Organisationseinheiten eingebunden, insbesondere die
Landespolizeidirektionen, die Direktion für Spezialeinheiten sowie
die Bundespolizeidirektion und Teile der Direktion Staatsschutz und
Nachrichtendienst.

Ein Teil der Übungsszenarien wird öffentlich wahrnehmbar sein,
insbesondere eine Übung Am Hof, die am 15. Oktober 2026 vormittags in
der Wiener Innenstadt stattfinden wird. Im Zuge dessen wird es Am Hof
zu Absperrungen kommen, es werden auch etliche polizeiliche
Einsatzkräfte, auch von Spezialeinheiten, vor Ort üben.

Sicherheitspartnerschaft im Rahmen von GEMEINSAM.SICHER

Um die bestehende Zusammenarbeit über die Übung hinaus zu
vertiefen, planen VERBUND und das Innenressort / die
Bundespolizeidirektion im Rahmen der Initiative GEMEINSAM.SICHER eine
offizielle Sicherheitspartnerschaft. Damit wird der Schutz kritischer
Infrastruktur, für den das Innenministerium verantwortlich zeichnet,
auf eine breitere, dauerhafte Basis gestellt.

Die VERBUND AG ist Österreichs führendes Elektrizitätsunternehmen und
einer der größten Erzeuger von Strom aus Wasserkraft in Europa. Rund
95 Prozent des Stroms erzeugt das Unternehmen aus erneuerbaren
Energien, vorwiegend Wasserkraft. Als Betreiber kritischer
Infrastruktur nimmt Sicherheit für das Unternehmen eine zentrale
Rolle ein.

Zwtl.:

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VERBUND AG
Ingun Metelko
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