Haarentfernung

Wien Energie versorgt Tiergarten Schönbrunn ab sofort mit Fernwärme

Wien (OTS) – Wien Energie bringt den ältesten Zoo der Welt raus aus
Gas: Der
Energiedienstleister hat sein Fernwärmenetz im Bezirk Hietzing
erweitert und dabei unter anderem den Tiergarten Schönbrunn
angeschlossen. Künftig versorgt die Fernwärme neben den Tieranlagen
auch das Verwaltungsgebäude, die Gastronomie und das Wüstenhaus vor
den Toren des Tiergartens mit zukunftsfitter Wärme.

„Der Tiergarten Schönbrunn ist als ältester bestehender Zoo der
Welt eine echte Wiener Institution. Dass sich Giraffen & Co hier in
Zukunft mit klimaschonender Fernwärme einkuscheln können, zeigt, dass
wir in Wien auch darauf achten historische Anlagen auf den Puls der
Zeit zu bringen und es ist ein starkes Zeichen für den Weg, den Wien
konsequent verfolgt: den Ausstieg aus Gas und den Ausbau einer
zukunftsfitten Energieversorgung. Mit dem Anschluss an die Fernwärme
stärken wir die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und machen
die Wiener Wärmewende an einem der bekanntesten Orte der Stadt
sichtbar,“ so Ulli Sima, Stadträtin für Stadtentwicklung, Mobilität
und Wiener Stadtwerke.

Zwtl.: Traditionsstandort setzt auf Fernwärme

Mit rund zwei Millionen Besucher*innen jährlich zählt der
Tiergarten Schönbrunn zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten
Österreichs. Die Gaskessel-Anlage, die das 17 Hektar große Areal
bisher beheizt hat, war mit insgesamt zehn Megawatt Leistung die
größte noch aktive bei einem Wien Energie-Kunden und wurde im Zuge
des Fernwärme-Anschlusses demontiert. „Der Tiergarten Schönbrunn
begeistert Generationen von Wienerinnen und Wienern sowie Gäste aus
aller Welt. Umso mehr freut es uns, dass wir nun auch hier mit der
Fernwärme einen Beitrag für die Energiezukunft der Stadt leisten
können. Gemeinsam schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Wiens
Wärmeversorgung Schritt für Schritt unabhängiger von Gas wird und
stärken damit die langfristige Unabhängigkeit und
Versorgungssicherheit unserer Stadt“, sagt Sascha Zabransky,
Geschäftsführer von Wien Energie.

Mit der Umstellung auf Fernwärme entsteht eine moderne
Wärmeversorgung für eine der traditionsreichsten Institutionen des
Landes. „Wer bedrohte Tierarten schützen will, muss auch
verantwortungsvoll mit der Natur umgehen. Wir begrüßen den Anschluss
an die Fernwärme, da sie uns durch unseren langjährigen Partner Wien
Energie eine zuverlässige und regionale Wärmeversorgung sichert.
Gerade im Winter sind viele unserer Tiere auf eine verlässliche
Wärmeversorgung angewiesen. Gleichzeitig schafft das mittelfristig
besser kalkulierbare Preisniveau mehr Planungssicherheit für unseren
Betrieb“ , sagt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck .

Das Projekt steht beispielhaft dafür, wie der Ausstieg aus Gas
auch bei komplexen Bestandsobjekten erfolgreich umgesetzt werden
kann. „Bei der Wärmewende ist in Wien der Bär los – jetzt auch in
Schönbrunn! Mit dem Anschluss des Tiergartens an die Fernwärme
schicken wir eine der größten Gaskesselanlagen Wiens in Pension. Zehn
Megawatt fossile Heizleistung werden ersetzt und für mehr als 60
weitere Gebäude wird der Weg raus aus Gas geebnet. Die Wiener
Wärmewende hat Bärenkräfte: Schritt für Schritt verabschieden wir uns
von fossilen Energieträgern und schaffen eine klimaneutrale, sichere
und leistbare Wärmeversorgung“, so Stefan Gara, Energiesprecher NEOS
Wien .

Zwtl.: Neue Fernwärmeleitung erschließt weitere Gebäude

Die neue Fernwärmeleitung entlang der Maxingstraße schafft die
Voraussetzung für einen Fernwärme-Anschluss in mehr als 60 Gebäuden.
Für Immobilienbesitzer*innen bedeutet der Anschluss an die Fernwärme,
dass sie sich um die Dekarbonisierung ihres Heizsystems keine Sorgen
mehr machen müssen. Für die Kund*innen sichert der zunehmende Anteil
lokal verfügbarer erneuerbarer Energiequellen stabile Preise,
unabhängig von Schwankungen an den internationalen Energiemärkten.
„Der Ausbau einer zukunftsfitten Energieversorgung ist weit mehr als
eine technische Notwendigkeit – er ist unser Versprechen für ein
lebenswertes, leistbares und unabhängiges Wien. Jeder Schritt raus
aus Gas ist ein Schritt hin zu einer sicheren und leistbaren Zukunft
für die Menschen in unserer Stadt. Wien zeigt vor, wie eine
Weltmetropole mit Herz und Vision auf Nachhaltigkeit umsattelt. Der
Umstieg des Tiergartens Schönbrunn auf Fernwärme ‚made in Vienna‘
zeigt eindrucksvoll, dass Tradition und Innovation in Wien Hand in
Hand gehen, um gemeinsam Großes für ein gutes Klima und eine
unabhängige Energieversorgung zu erreichen“ , so Josef Taucher, SPÖ-
Klubvorsitzender und Vorsitzender des Unterausschusses Wiener
Stadtwerke.

„Die Umstellung des alten Heizsystems auf Fernwärme ist eine
erfreuliche Entwicklung für Hietzing und unsere Umwelt. Mein
besonderer Dank gilt den Hietzingerinnen und Hietzinger für ihre
Geduld und ihr Verständnis während den umfassenden Bauarbeiten“, so
Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl.

„Besonders erfreulich ist, dass durch die Verlegung der
Fernwärmeleitung auch für rund 60 Gebäude in und rund um die
Maxingstraße die Möglichkeit geschaffen wurde, künftig auf Fernwärme
umzusteigen. Damit profitieren nicht nur der Tiergarten, sondern auch
zahlreiche Anrainerinnen und Anrainer von einer umweltfreundlichen
und modernen Wärmeversorgung. Dieses Projekt zeigt, wie Klimaschutz,
Versorgungssicherheit und eine moderne Infrastruktur Hand in Hand
gehen können und einen konkreten Mehrwert für den Bezirk schaffen“,
freut sich der Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Marcel Höckner.

Zwtl.: Wien hat einen Plan zum Ausstieg aus Gas

Die Fernwärme wird in Wien bereits seit den 1960er Jahren
ausgebaut und versorgt heute mehr als 480.000 Wohnungen mit Heizung
und Warmwasser. Derzeit stammt noch rund die Hälfte der
Fernwärmeproduktion aus gasbetriebenen Kraft-Wärme-
Kopplungsanlagen.Wien Energie hat einen klaren Plan zum Ausstieg aus
Gas. Dazu werden sowohl der Ausbau als auch die Dekarbonisierung der
Fernwärme weiter vorangetrieben. Eine entscheidende Rolle spielen
dabei die Geothermie, Großwärmepumpen und die Nutzung von Abwärme.

Für den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Energieträgern setzt
Wien Energie auf erneuerbare Wärmequellen. Das größte Potential liegt
in der Tiefengeothermie. Gemeinsam mit der OMV errichtet Wien Energie
aktuell die erste Anlage in der Seestadt Aspern, die ab 2029 rund
25.000 durchschnittliche Haushalte mit regional verfügbarer
erneuerbarer Wärme versorgen soll. Bis 2040 könnten bis zu sieben
Anlagen Wärme für umgerechnet 200.000 Wiener Haushalte bereitstellen.
Auch Großwärmepumpen leisten einen großen Beitrag: Die Anlagen bei
Spittelau, Simmering und der Kläranlage ebswien können
zusammengerechnet Wärme für rund 100.000 Wiener Haushalte
bereitstellen.

Wien Energie investiert in den kommenden Jahren etwa eine
Milliarde Euro in den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme.
Zusätzlich investiert Wien Energie 1,7 Milliarden Euro in den Ausbau
von Sonnen-, Wind- und Wasserkraft. Mit dem Ausbau von erneuerbarem
Strom und erneuerbarer Wärme baut Wien Energie ein Energiesystem auf,
das zunehmend auf regionalen und erneuerbaren Quellen basiert. Damit
wird die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten reduziert und es
sinkt der Einfluss von Preisschwankungen an den internationalen
Energiemärkten.

Bildmaterial: https://wienenergie.at/media-02