Wien (OTS) – Wien. Gleich fünf Fälle von illegal eingeführten Welpen
fand das
Wiener Veterinäramt in den vergangenen Wochen. Ein Tier ist schwer
erkrankt. Die Behörde warnt eindringlich vor den rechtlichen,
finanziellen und gesundheitlichen Folgen von Spontankäufen im
Ausland.
Entzückender Anblick, spontaner Mitleidskauf oder vermeintliches
Schnäppchen: Die Gründe, einen Hundewelpen aus dem Urlaubsland
mitzunehmen, sind vielfältig. Doch die rechtlichen und
gesundheitlichen Konsequenzen werden oft unterschätzt.
„In den letzten Wochen hatten wir fünf Fälle von Welpen, die aus
Nachbarländern wie der Slowakei oder Ungarn eingeführt wurden.“
berichtet Susanne Kerbl, Amtstierärztin der Stadt Wien. „Alle Tiere
waren zu jung, keines verfügte über den vorgeschriebenen
Tollwutschutz. Ein Tier hatte blutigen Durchfall, ein weiteres ist an
Parvovirose erkrankt – einer hochansteckenden Magen-Darm-Infektion,
die für Jungtiere ohne Behandlung meist tödlich endet.“
Zwtl.: Hohe Kosten und emotionale Belastung
Die illegal eingeführten Tiere wurden umgehend unter Quarantäne
gestellt und im TierQuarTier Wien, dem Tierheim der Stadt Wien
untergebracht. Thomas Benda, Betriebsleiter des TierQuarTiers, betont
den enormen Aufwand: „Die Versorgung von gesunden Welpen ist bereits
anspruchsvoll. Die Betreuung intensivpflichtiger, an Parvo erkrankter
Tiere ist extrem zeit- und kostenintensiv. Wir kämpfen hier im
TierQuarTier um das Leben dieses Welpen.“
Zwtl.: Klar geregelte Einreisebestimmungen
Für die legale Einreise von Hunden aus anderen EU-Mitgliedstaaten
nach Österreich gelten strenge Vorgaben. Ein Welpe muss:
– einen Mikrochip haben,
– über einen gültigen EU-Heimtierausweis verfügen
– und nachweislich gültig gegen Tollwut geimpft sein.
„Die Tollwutimpfung darf frühestens im Alter von 12 Wochen
verabreicht werden. Der Impfschutz ist erst nach einer Wartezeit von
21 Tagen aufgebaut und gültig, somit muss der Welpe bei der Einreise
mindestens 15 Wochen alt sein.“ erklärt Amtstierärztin Susanne Kerbl.
Zwtl.: Impfung in der Quarantäne: Halter*innen tragen die Kosten
Das Veterinäramt rät dringend von spontanen Tierkäufen im Ausland
ab. Wer ungeimpfte oder zu junge Tiere nach Österreich bringt, macht
sich nicht nur strafbar, sondern riskiert auch die sofortige Trennung
vom Tier. Die Welpen verbleiben auf Kosten der Halter*innen so lange
in Quarantäne, bis der Impfschutz vollständig greift.
Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter
www.wien.gv.at/pressebilder/ abrufbar.