Wien (OTS) – Auch zu Halloween gilt: Der Pyrotechnikfachhandel der
WKÖ warnt vor
illegalen Importen nicht zugelassener Feuerwerkskörper nach
Österreich. Denn illegale Pyrotechnik kann lebensgefährlich sein.
Empfohlen ist der Kauf beim autorisierten heimischen Fachhandel.
Unmittelbar vor Halloween warnt der Arbeitskreis
Pyrotechnikfachhandel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)
Konsumenten eindringlich davor, illegale Pyrotechnik aus Tschechien
nach Österreich einzuführen. Was im Nachbarland angeboten wird, darf
nicht automatisch in Österreich verwendet werden. Wer
Feuerwerkskörper illegal über die Grenze transportiert, riskiert
nicht nur die Beschlagnahme der Ware, sondern auch empfindliche
Strafen. Darüber hinaus können sich die Betroffenen und andere
Menschen mit illegalem Feuerwerk erheblichen Gefahren aussetzen:
Thomas Köchl, Obmann des Pyrotechnikhandels in der
Wirtschaftskammer: „Ein voller Kofferraum mit billigen Böllern ist
kein harmloses Halloween-Mitbringsel. Nicht zugelassene oder illegal
eingeführte Pyrotechnik kann zur unmittelbaren Gefahr für Leib und
Leben werden.“
Zwtl.: In Tschechien verkauft, in Österreich verboten
Der österreichische Zoll und die Polizei führen in Zusammenarbeit
mit der tschechischen Polizei ab sofort Kofferraumkontrollen durch.
Auch Züge von Tschechien nach Österreich werden kontrolliert und
dabei werden regelmäßig illegale Feuerwerkskörper sichergestellt.
Polizeipräsident Michael Takacs: „Die Grenze ist kein
rechtsfreier Raum. Auch bei einem Einkauf innerhalb der EU müssen die
österreichischen Vorschriften eingehalten werden. Wer illegale
Feuerwerkskörper im Kofferraum nach Österreich transportiert, sollte
sich bewusst sein, dass das kein Kavaliersdelikt ist.“ Für
pyrotechnische Gegenstände gelten in Österreich klare gesetzliche
Vorgaben hinsichtlich Kategorie, Kennzeichnung, Alter, Besitz,
Verbringung und Verwendung. Besonders bei leistungsstärkerer
Pyrotechnik der Kategorien F3 und F4, ist nur Profis vorbehalten.
Allein im Vorjahr wurden von der Exekutive mehrere Tonnen
pyrotechnische Gegenstände sichergestellt, darunter Raketen, Böller,
Kracher und Feuerwerksbatterien. Für Köchl besonders bedenklich: „Bei
mehreren tausend Pyrotechnik-Gegenständen fehlte jegliche
Kennzeichnung.“
Produkte ohne ordnungsgemäße Kennzeichnung sind besonders
problematisch, weil Herkunft, Zusammensetzung und
Sicherheitsanforderungen nicht zuverlässig nachvollziehbar sind. „Wer
damit hantiert, spielt mit seinem Leben“, warnt Köchl.
Zwtl.: Illegale Böller können lebensgefährlich sein
Insbesondere bei nicht geprüften und nicht ordnungsgemäß
gekennzeichneten Feuerwerkskörpern gibt es ein erhebliches
Sicherheitsproblem: „Bei illegaler Pyrotechnik wissen die Konsumenten
häufig nicht, was tatsächlich im Produkt steckt und unter welchen
Bedingungen es hergestellt wurde“, erklärt er. „Ein Feuerwerkskörper
ist kein gewöhnlicher Konsumartikel. Bei falscher Handhabung oder
unkontrollierter Wirkung können schwere Verbrennungen, Augen- und
Gehörverletzungen oder noch gravierendere Verletzungen die Folge
sein.“
Das Risiko endet dabei nicht beim Abbrennen. Bereits der
Transport und die unsachgemäße Lagerung von Pyrotechnik können
problematisch sein.
Zwtl.: Empfindliche Strafen
Wer gegen die Bestimmungen des österreichischen
Pyrotechnikgesetzes (PyroTG) verstößt, muss mit empfindlichen
Konsequenzen rechnen. Nach § 40 PyroTG können Verstöße gegen die
Bestimmungen des 2. Hauptstücks (Inverkehrbringen, Bereitstellung,
Konformitätsbewertung und Marktüberwachung) mit einer Geldstrafe von
bis zu 10.000 Euro oder mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Wochen
geahndet werden.
Für Verstöße gegen das Verwendungsverbot nach § 39 Abs. 2 (
Pyrotechnische Gegenstände und Sätze dürfen in sachlichem, örtlichem
und zeitlichem Zusammenhang mit einer Sportveranstaltung nicht
besessen und nicht verwendet werden) sind Geldstrafen bis zu 4.360
Euro bzw. Freiheitsstrafen bis zu vier Wochen vorgesehen.
Hinzu kommen je nach Fall die Sicherstellung beziehungsweise
Beschlagnahme der Pyrotechnik und weitere rechtliche Konsequenzen.
„Das vermeintliche Schnäppchen kann also sehr teuer werden“, betont
Köchl.
Halloween soll Spaß machen und sicher bleiben. Illegale Böller
gehören nicht dazu. „Wer Feuerwerk verwendet, sollte sich für legale,
geprüfte Qualität entscheiden und die österreichischen Vorschriften
einhalten. Denn Sicherheit muss immer vor dem vermeintlichen
Schnäppchen stehen“, sagt Köchl abschließend.
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