SPÖ-Manninger zu Equal Pension Day: Gleicher Lohn bedeutet mehr Pension

Wien (OTS) – Europaweit gesehen sind in Österreich die
Pensionsunterschiede
besonders groß. Der Equal Pension Day ist dieses Jahr am 9. August,
zwei Tage später als letztes Jahr. Die hohen Lohnunterschiede,
Teilzeitfallen, Care-Arbeit – das alles wirke sich negativ auf die
Pensionen von Frauen aus. „Frauen sollen von ihrem Einkommen und von
ihrer Pension leben können. Wir müssen die Lohn- und Pensionsschere
schließen“, so SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger
heute, Samstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Das Frauenantrittsalter wird in Österreich gerade schrittweise
angehoben und an das Antrittsalter der Männer angepasst. Diese
Maßnahme wurde in den 90er-Jahren vereinbart. Das bedeute zwar mehr
Erwerbsjahre am Pensionskonto, bringe aber auch viele
Herausforderungen mit sich, so Manninger.

„Derzeit treten weniger als drei Viertel der Frauen aus einer
Beschäftigung in die Alterspension. Im Tourismus, in der Gastronomie
und in der Reinigung ist nur für die Hälfte der Frauen ein direkter
Pensionsantritt möglich“, sagt Manninger. Als erster wichtiger
Schritt müsse daher die Lohntransparenzrichtlinie umgesetzt werden.
„Die Ausrede, wonach Transparenz mehr Bürokratie bedeutet, ist
schlichtweg falsch. Transparenz in Sachen Finanzen bedeutet
Gerechtigkeit“, so Manninger.

Neben der Lohntransparenzrichtlinie begrüßen die SPÖ-Frauen vor
allem die notwendigen Investitionen in den Arbeitsmarkt –
insbesondere für Ältere, Frauen, Langzeitarbeitslose und Jugendliche.
„Weiterbildung schafft neue Chancen“, so die SPÖ-
Bundesfrauengeschäftsführerin. Darüber hinaus begrüßt Manninger die
Aktion 55Plus, die die Beschäftigung in sozioökonomischen Projekten
fördert. Ein wesentlicher Schritt sei weiters, dass Frauen länger
gesund in Beschäftigung bleiben können. Seit Anfang des Jahres gibt
es die Möglichkeit der Teilpension für Arbeitnehmer*innen mit
Pensionsanspruch. Und mit der Aufnahme der Pflegeberufe in die
Schwerarbeitsregelung sei eine wichtige Anerkennung für die
Mitarbeiter*innen in Pflege- und Gesundheitsberufen geschaffen
worden, sagt Manninger.

Nach jüngsten Aussagen rund um die Kinderbetreuung sei es vor
allem wichtig festzuhalten, „dass Care-Arbeit nicht allein
Frauensache ist und es einen weiteren Ausbau der
Kinderbildungseinrichtungen gibt“, so die SPÖ-
Bundesfrauengeschäftsführerin. „Es ist höchste Zeit für Halbe-Halbe.
In allen Gesellschaftsbereichen“, so Manninger. (Schluss) rm/lw