Karner: Bereitschaftseinheit steht für flexible und effiziente Polizeiarbeit im öffentlichen Raum

Wien (OTS) – Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 ist die
Bereitschaftseinheit (BE)
Wien ein wichtiger Bestandteil der Wiener Polizei. Als stehende
Einheit ist sie rund um die Uhr verfügbar und unterstützt die
Regeldienstkräfte insbesondere bei Schwerpunktaktionen sowie bei
Einsätzen im Kleinen und Großen Sicherheits- und Ordnungsdienst.
Darüber hinaus sorgt die Bereitschaftseinheit an polizeilichen
Hotspots für eine erhöhte Präsenz und stellt bei plötzlich
auftretenden Einsatzlagen rasch verfügbare Kräfte bereit.

„Mit der Bereitschaftseinheit haben wir eine starke und flexible
Einheit, die rund um die Uhr zur Verfügung steht und dort zum Einsatz
kommt, wo rasch zusätzliche Polizeikräfte gebraucht werden. Sie
erhöht die Präsenz im öffentlichen Raum, unterstützt die Kolleginnen
und Kollegen im Regeldienst und sorgt damit für mehr Sicherheit und
ein stärkeres Sicherheitsgefühl bei den Menschen“, sagt Innenminister
Gerhard Karner.

200 Polizistinnen und Polizisten in Wien

Die Bereitschaftseinheit Wien ist als Fachbereich 5 in der
Einsatzabteilung der Landespolizeidirektion Wien eingerichtet und
trägt den Funkrufnamen „TOSCA“. Sie umfasst acht Züge, die in zwei
Kompanien gegliedert sind.

Derzeit verfügt die BE Wien über eine Gesamtstärke von 200
Exekutivbediensteten. Davon gehören 120 dem Stammpersonal an, weitere
80 Bedienstete rotieren im Rahmen eines sechsmonatigen Turnus in die
Einheit.

Die Bereitschaftseinheit unterstützt insbesondere bei
Schwerpunktaktionen, bei Einsätzen des Kleinen und Großen Sicherheits
– und Ordnungsdienstes sowie bei besonderen Einsatzlagen. Ein
weiterer Schwerpunkt ist die Präsenz an definierten polizeilichen
Hotspots, um Ruhe, Ordnung und Sicherheit herzustellen und die
objektive Sicherheit sowie das subjektive Sicherheitsgefühl zu
stärken.

Mehr als 940 Festnahmen im Jahr 2025

Die Einsatzbilanz unterstreicht die Bedeutung der
Bereitschaftseinheit. Im Jahr 2025 wurden durch die BE Wien 5.749
Verwaltungsanzeigen erstattet und 940 Festnahmen durchgeführt.
Darüber hinaus erfolgten 29.234 Identitätsfeststellungen, 1.789
Organmandate sowie 642 Anzeigen wegen Verbrechen und Vergehen.

Auch im ersten Halbjahr 2026 war die BE Wien stark gefordert. Bis
Ende Juni wurden 3.646 Verwaltungsanzeigen erstattet, 574 Festnahmen
durchgeführt und 12.602 Identitätsfeststellungen vorgenommen. Hinzu
kamen 839 Organmandate sowie 407 Anzeigen wegen Verbrechen und
Vergehen.

„Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie breit das Einsatzspektrum
der Bereitschaftseinheit ist. Von der sichtbaren Präsenz an Hotspots
über Schwerpunktaktionen bis hin zu Festnahmen und der Unterstützung
bei größeren Einsatzlagen leisten diese Polizistinnen und Polizisten
einen wichtigen Beitrag zur täglichen Sicherheit. Gleichzeitig können
wir mit der stehenden Einheit bei plötzlich auftretenden Lagen
besonders schnell reagieren“, sagt Karner.

Von der Streife zur modernen Unterstützungseinheit

Bei ihrer Gründung am 1. November 2012 bestand die
Bereitschaftseinheit Wien aus rund 100 Exekutivbediensteten. Zu den
ursprünglichen Schwerpunkten gehörten insbesondere Überwachungs- und
Streifendienste in öffentlichen Verkehrsmitteln und an polizeilichen
Hotspots. Aufgaben im Großen Sicherheits- und Ordnungsdienst waren
zunächst nicht Teil des Einsatzspektrums.

Seit 2019 wurde die Einheit schrittweise für den Großen
Sicherheits- und Ordnungsdienst ausgebildet. Damit wurde die
Bereitschaftseinheit auch zu einem wichtigen Faktor bei der
Bewältigung größerer Demonstrationen und anderer ordnungsdienstlicher
Einsatzlagen.

Die Ausstattung wurde ebenfalls laufend weiterentwickelt. 2018
erfolgte die Einführung des TASER X2, 2020 folgten Body-Worn-Cameras
(BWC) sowie die BESI-Komponente.

Erfolgsmodell Bereitschaftseinheit Wien auch auf die Bundesländer
ausgerollt

Das Konzept der Bereitschaftseinheit wurde im Herbst 2021 auch
auf die Bundesländer ausgerollt. Die Bereitschaftseinheiten stehen
auch in den für ordnungsdienstliche Aufgaben und besondere Lagen zur
Verfügung.

Durch die bundesweite Struktur kann insbesondere in
einsatzkritischen Zeiten eine kurze Reaktionszeit gewährleistet
werden.

Damit stehen der Polizei österreichweit rasch verfügbare Kräfte
zur Verfügung, die bei Schwerpunktaktionen, besonderen Lagen sowie
bei Einsätzen im Sicherheits- und Ordnungsdienst eingesetzt werden
können.

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