Pferde leiden weiter in der Hitze. Über 100.000 Menschen kämpfen gegen Fiaker in der Innenstadt!

Wien/Vösendorf (OTS) – Mehr als 100.000 Menschen haben die Petitionen
des VEREIN GEGEN
TIERFABRIKEN und von Tierschutz Austria unterstützt. Sie fordern
damit ein klares Umdenken: Pferde gehören nicht in den aufgeheizten
Straßenverkehr der Wiener Innenstadt. Nach dem heißesten Sommer der
Wiener Messgeschichte sehen die Tierschutzorganisationen die Stadt
Wien dringend gefordert.

Noch nie wurden auf der Hohen Warte so viele Hitzetage gemessen
wie heuer. Bereits Ende August waren es 48 Tage mit mindestens 30
Grad – mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024. Viermal wurde in Wien
sogar die 40-Grad-Marke erreicht. Und auch im September kletterten
die Temperaturen in der Innenstadt bereits wieder über 30 Grad. Für
8. September sind sogar noch einmal bis zu 33 Grad prognostiziert.

Zwtl.: „ Die Klimakrise ist Fakt – auch für die Tiere“

„Wir erleben, wie sich die Bedingungen in unserer Stadt
verändern. Hitzeperioden werden häufiger und intensiver. Die
Klimakrise ist Fakt – und sie macht keine Ausnahme für Tiere “, sagt
Martin Aschauer, Sprecher von Tierschutz Austria. „Wenn Menschen bei
diesen Temperaturen Schatten und Abkühlung suchen, dürfen wir nicht
so tun, als würden diese Bedingungen an Pferden spurlos vorübergehen.
Den Kopf in den Sand zu stecken, ist keine Option – weder für
Menschen noch für Tiere. “

Für den VGT und Tierschutz Austria ist die Hitze allerdings nur
ein Teil des Problems. Fiakerpferde müssen ihre Kutschen durch den
dichten Verkehr der Wiener Innenstadt ziehen – über Asphalt und
Kopfsteinpflaster, vorbei an Autos und Straßenbahnen, begleitet von
Lärm und hektischem Fußgängerverkehr.

„ Pferde sind sensible Fluchttiere und keine Verkehrsmittel – die
Wiener Innenstadt ist kein artgerechter Arbeitsplatz für Pferde –
schon gar nicht bei diesen Temperaturen “, sagt Georg Prinz, Fiaker-
Campaigner und stellvertretender Obmann des VGT.

Zwtl.: Runder Tisch für eine Lösung

Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN und Tierschutz Austria fordern
daher einen runden Tisch mit der Stadt Wien . Noch vor der kommenden
Fiakersaison sollen Lösungen für tierfreie Alternativen zu den
traditionellen Kutschenfahrten entwickelt werden.

„Wir wollen nicht jeden Sommer darüber diskutieren, ob es 34, 35
oder 36 Grad hat. Wir wollen jetzt handeln. Mehr als 100.000 Menschen
haben ein klares Signal gesetzt. Jetzt ist die Stadt Wien am Zug“, so
Aschauer.

„Tradition darf sich verändern. Was vor Jahrzehnten als
Verkehrsmittel funktioniert hat, muss in einer modernen Großstadt
nicht für immer bestehen bleiben. Nicht die Pferde müssen sich an den
Klimawandel anpassen – wir müssen unsere Nutzung von Tieren an die
Realität anpassen “, so Prinz.

Die Forderung nach Veränderung kommt dabei längst nicht mehr nur
von den Tierschutzorganisationen. Mehr als 100.000 Menschen haben
bereits ihre Stimme erhoben und die Petitionen unterstützt. 100.000
Menschen können nicht irren: Die Zeit ist reif für ein Wien, in dem
Tradition nicht auf Kosten von Tieren geht.

Petitionen:
Petition: Gegen Fiaker in der Innenstadt – Tierschutz Austria – Die
Stimme der Tiere. Seit 1846.
https://vgt.at/de/petitionen/fiaker-hitzefrei