Feldkirch (OTS) – Der Verein Kleinwasserkraft Österreich wirft
anlässlich seiner
Jahrestagung am 15. und 16. Oktober einen Blick auf die vergangenen
Monate. Neben bestehenden Belastungen wie dem Energiekrisenbeitrag-
Strom (EKB-S) und überschießenden Sanierungsverordnungen war 2026 vor
allem von Trockenheit geprägt. Diese Themen, weitere Neuerung und
vieles mehr wird im Rahmen der Tagung im Montforthaus Feldkirch in
Vorarlberg diskutiert.
Zwtl.: Volle (Klein-)Wasserkraft voraus
Die Jahrestagung des Vereins Kleinwasserkraft Österreich gilt als
einer der wichtigsten Branchentreffs im DACH-Raum. Etwa 400 Personen
treffen sich heuer in Vorarlberg, um über die Zukunft der
Kleinwasserkraft als wesentliche Säule eines zukunftsfähigen
Energiesystems zu diskutieren.
Der diesjährige Austausch der Kleinwasserkraft-Branche wird auch
durch den Hauptsponsor, die illwerke vkw AG und die Premiumsponsoren,
die Tiroler Rohre GmbH und VERBUND ermöglicht.
Zwtl.: Herausforderung Trockenheit
Eines der wichtigsten Themen des Sommers waren die ausbleibenden
Niederschläge und die damit verbundenen niedrigeren Stromerträge von
vielen Kleinwasserkraftwerken.
Die Themen Hydrologie, Niederschlagsentwicklung und Klimawandel
werden im Rahmen der Tagung daher besonders intensiv behandelt.
„ Bis heute hat sich die Trockenheit nicht entspannt. Umso
wichtiger ist, die Entwicklungen genau im Blick zu behalten und
gemeinsam daran zu arbeiten, die Kleinwasserkraft auch unter sich
verändernden klimatischen Bedingungen langfristig als verlässliche
Säule der Stromversorgung zu sichern. “, so Mag. Hannes Taubinger,
Präsident des Vereins Kleinwasserkraft Österreich.
Zwtl.: Alte und neue Regularien
Zusätzlich zur Trockenheit setzt der Energiekrisenbeitrag-Strom (
EKB-S) Betreiber* innen unter Druck. Der Forderung von
Kleinwasserkraft Österreich, den EKB-S abzuschaffen, wird aktuell
nachgegangen: Das Höchstgericht hat ein Prüfungsverfahren
eingeleitet, eine Entscheidung wird bis Ende des Jahres erwartet. „
Die Erlösabschöpfung der vergangenen Jahre hat dem Ausbau der
Kleinwasserkraft und damit der Erreichung der Energieziele jedenfalls
massiv geschadet. “, so Dr. Paul Ablinger, Geschäftsführer des
Vereins.
Auch das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) hat viel geändert:
Kleinwasserkraft Österreich ist froh, dass es die ursprünglich
geplanten Netzentgelte nicht in die finale Fassung des Gesetzes
geschafft haben. Eine Infrastrukturabgabe sorgt trotzdem für
zusätzliche Belastungen. Teilweise aufgewogen wird das unter anderem
durch neue Vermarktungsmöglichkeiten, beispielsweise durch Peer-to-
Peer-Verträge. Diesem Thema wird am zweiten Tag der Jahrestagung
ausreichend Raum gegeben.
Weniger Wirkung als eigentlich gehofft hatte das Inkrafttreten
des Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes(EABG). Eigentlich
hätte dieses den Weg für schnellere Genehmigungsverfahren auch für
die Kleinwasserkraft ebenen sollen. Die im Gesetz enthaltenen
Ausschlussstrecken und fehlende Beschleunigungsgebiete lassen jedoch
viele Möglichkeiten ungenutzt.
„ Die neu beschlossenen Gesetze des letzten Jahres verhindern
eher den Ausbau der Kleinwasserkraft, als ihn zu ermöglichen – trotz
unserer vielfachen, konstruktiven Vorschläge. Unsere Jahrestagung
setzt ein klares Signal: Wer die Energieziele ernst nimmt, muss der
Kleinwasserkraft die Möglichkeit geben, ihre Stärken weiterhin voll
auszuspielen. “, so Taubinger abschließend.