Wien (OTS) – Das stimmungsvolle mexikanische Totenfest wird im
Weltmuseum Wien
auch heuer wieder zelebriert mit einem prachtvoll geschmückten
Totenaltar, Führungen, Kreativworkshops und weiteren Programmpunkten.
Rund um den 1. November gedenken Familien in Mexiko ihrer
verstorbenen Angehörigen und nahestehenden Menschen – allerdings
nicht in stiller Trauer: Das Fest ist geprägt von Farben, Blumen,
Musik, Essen und persönlichen Erinnerungen an die Verstorbenen. Der
Tod wird dabei nicht ausgeblendet, sondern als Teil des Lebens und
als Anlass verstanden, die Verbindung zu den Verstorbenen zu feiern.
Ein besonderer Höhepunkt der Feierlichkeiten im Weltmuseum Wien
ist die Ofrenda – ein festlich geschmückter Totenaltar – der
Künstlerin Stephany Daphne Rodríguez Cabañas , die vom 18.10. bis
1.11. in der Säulenhalle zu sehen ist. Ofrendas sind ein zentraler
Bestandteil des Día de Muertos. In Mexiko werden diese Altäre mit
großer Sorgfalt und zahlreichen persönlichen und symbolischen
Elementen für die Verstorbenen gestaltet. Rodríguez Cabañas hat für
das Weltmuseum Wien zum wiederholten Male eine eindrucksvolle Ofrenda
geschaffen, die diese Form des Erinnerns in den Museumsraum
überträgt.
So wird die Säulenhalle des Weltmuseums Wien zu einem Ort, an dem
Erinnern durchaus bunt sein darf – und der Tod für ein paar Tage
mitten im Leben Platz nimmt.
Zwtl.: Feiern, gestalten und Erinnerungen teilen
Wie funktioniert eine Ofrenda und welche Bedeutung haben Blumen,
Kerzen, Speisen und Erinnerungsstücke? Die Kurzführungen La Ofrenda –
Der Totenaltar (25. Oktober, 16:45 Uhr, 31. Oktober, 16:00 Uhr) geben
Einblicke in die Tradition der Totenaltäre und ihre Bedeutung. Eine
weitere Führung unter dem Titel „R.I.P.“ (25. Oktober, 15:45 Uhr)
richtet den Blick auf Bestattungstraditionen und Objekte im
Weltmuseum Wien, ihre Bedeutung in den jeweiligen
Herkunftsgesellschaften und ihre Wege nach Wien.
Wer selbst kreativ werden möchte, kann in einem Workshop mit
Stephany Rodríguez Cabañas am 31. Oktober um 14:00 Uhr einen eigenen
Totenkopfschmuck gestalten. Inspiriert von der farbenfrohen Ästhetik
des Día de Muertos entstehen dabei individuelle Schmuckstücke – für
Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren.
Auch Kinder und Familien kommen auf ihre Kosten: Ein vielfältiges
Programm – von Mexikanische Totenköpfe verzieren über das Gestalten
eines ganz persönlichen Bilderrahmens für die Ofrenda bis hin zum
Basteln eines festlichen Blumenkopfschmucks oder Papierskelette –
lädt dazu ein, sich spielerisch und kreativ mit den Traditionen des
Día de Muertos auseinanderzusetzen.
Zum Höhepunkt der Feierlichkeiten am 1. November (13:30, 14:30,
15:30 und 15:30 Uhr) geben interaktive Führungen mit Künstlerin
Stephany Rodríguez Cabañas Einblicke in die Gestaltung und Symbolik
der Ofrenda. Dazu können Besucher*innen die mexikanischen
Riesenfiguren Mojigangas aus nächster Nähe erleben und selbst
ausprobieren. Die mexikanische Tanzgruppe Ameyallis sorgt mit einer
Vorführung für einen stimmungsvollen Abschluss.
Der Zugang zur Ofrenda in der Säulenhalle ist für Besucher*innen
kostenlos.
Das gesamte Programm inkl. Buchungsdetails zum Día de Muertos
finden Sie hier .
Das Weltmuseum Wien ist ein Museum des KHM-Museumsverbands, der
als bedeutendste museale Wissenschafts- und Forschungseinrichtung
Österreichs gilt. Der Verband umfasst das Kunsthistorische Museum,
das Weltmuseum Wien, das Theatermuseum, und die weiteren Standorte
Kaiserliche Schatzkammer, Kaiserlichen Wagenburg, Theseustempel im
Volksgarten und Schloss Ambras bei Innsbruck. Der KHM-Museumsverband
ist einer der größten Museumsverbände Europas und vereint ein
einzigartiges Spektrum an Kunst- und Kultursammlungen von der Antike
bis zur Gegenwart, von europäischer bis außereuropäischer Kunst.