Wien (OTS) – Anlässlich des Tages des Zivilschutzes am 4. Oktober
zieht das
Innenministerium eine erste positive Bilanz zur neuen Zivilschutz-App
ZIVA: Nur einen Monat nach dem Start wurde die App bereits rund
150.000-mal heruntergeladen. ZIVA ergänzt die bestehenden Warn- und
Informationssysteme und bietet der Bevölkerung neben Echtzeit-
Warnungen auch individuell zugeschnittene Informationen zur Vorsorge.
„150.000 Downloads innerhalb nur eines Monats zeigen, dass das
Interesse der Bevölkerung an verlässlicher Information und konkreter
Vorsorge groß ist“, sagt Innenminister Gerhard Karner. „Die
Zivilschutz-App ZIVA ist einzigartig in Europa, weil sie Echtzeit-
Warnungen und individuelle Vorsorgeempfehlungen auf einer Plattform
verbindet. Damit schaffen wir ein zusätzliches modernes Instrument,
das einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Menschen in Österreich
leistet.“
Die App informiert darüber, welche Gefahren für den eigenen
Wohnort relevant sein können. Darüber hinaus bietet sie gezielte
Vorsorgepläne und ermöglicht Warnungen und Alarmierungen in Echtzeit.
„Naturkatastrophen und Extremwetterereignisse der vergangenen Jahre
haben deutlich gemacht, wie wichtig eine rasche Warnung, verlässliche
Information und die persönliche Vorbereitung auf Krisensituationen
sind. Entscheidend ist, dass die Menschen wissen, was im Ernstfall zu
tun ist. ZIVA unterstützt dabei unmittelbar und unkompliziert“,
betont Karner.
„Zivilschutz beginnt nicht erst im Ernstfall, sondern im Alltag
bei der persönlichen Vorbereitung. Mit ZIVA haben die Menschen in
Österreich ein modernes Werkzeug zur Hand, das sie sowohl im Fall
einer konkreten Gefahr als auch bei der eigenen Vorsorge unterstützt.
Gerade die Kombination aus aktuellen Warnungen und individuell
abgestimmten Vorsorgeinformationen stärkt die Eigenverantwortung und
damit die Sicherheit unserer Bevölkerung“, sagt Andreas Hanger,
Präsident des Österreichischen Zivilschutzverbandes.
Bundesweiter Zivilschutz-Probealarm – 99,33 Prozent einsatzbereit
Am 3. Oktober 2026 wurde erneut der bundesweite Zivilschutz-
Probealarm durchgeführt. Zwischen 12 und 12.45 Uhr wurden nach dem
Signal „Sirenenprobe“ die drei Zivilschutzsignale „Warnung“, „Alarm“
und „Entwarnung“ in ganz Österreich ausgestrahlt. Der Probealarm
dient einerseits der Überprüfung der technischen Einrichtungen des
Warn- und Alarmsystems und andererseits dazu, die Bevölkerung mit den
Signalen und ihrer Bedeutung vertraut zu machen.
Die Signale können derzeit über 8.399 Feuerwehrsirenen
ausgestrahlt werden – 99,33 Prozent der Sirenen funktionierten
einwandfrei.
Je nach Gefahrensituation erfolgt die Auslösung zentral durch die
Bundeswarnzentrale im Lagezentrum des Bundesministeriums für Inneres,
durch die Landeswarnzentralen der Bundesländer oder durch die
Bezirkswarnzentralen.
Im Rahmen des Zivilschutz-Probealarms wurden zwischen 12 und 13
Uhr auch Testauslösungen von AT-Alert durchgeführt.
AT-Alert ergänzt flächendeckendes Warnsystem
AT-Alert ergänzt das österreichische flächendeckende Warnsystem
und sorgt für die rasche behördliche Warnung im Ernstfall, während
ZIVA diese Warnung durch konkrete Informationen,
Handlungsempfehlungen und persönliche Vorsorgemaßnahmen ergänzt.
Damit können Behörden regionale oder österreichweite Warnungen über
die Mobilfunkbetreiber aussenden. Die Textmeldungen werden an
Mobiltelefone übermittelt, die im betroffenen Gebiet in das
Mobilfunknetz eingeloggt sind. Warnhinweise können beispielsweise bei
Extremwetterereignissen, Naturkatastrophen, drohenden
Überschwemmungen oder Waldbränden ausgesendet werden.
„Die Ereignisse der vergangenen Monate zeigen, dass wir auf
unterschiedlichste Gefahren vorbereitet sein müssen“, sagt der
Innenminister. „Das betrifft Naturkatastrophen ebenso wie den Schutz
kritischer Einrichtungen und Infrastrukturen. Entscheidend ist das
professionelle Zusammenspiel von Behörden, Einsatzorganisationen
sowie haupt- und ehrenamtlichen Kräften. Gemeinsam bilden sie ein
starkes Sicherheitsnetz für die Menschen in Österreich.“