Wien (OTS) – Von 5. bis 9. Oktober 2026 steht Österreich im Zeichen
des
Schutzwaldes. Die Woche macht mit zahlreichen regionalen
Veranstaltungen und Aktionen die unverzichtbare Rolle des Waldes für
die Sicherheit und Zukunft der Bergregionen sichtbar.
Bundesminister Norbert Totschnig: „Unser Schutzwald ist eine
unverzichtbare Lebensversicherung für Österreich. Rund 1,6 Millionen
Hektar Wald schützen Menschen, Siedlungen und Infrastruktur vor
Naturgefahren. Jede vierte in Österreich lebende Person profitiert
unmittelbar davon. Ohne diese Schutzwirkung wäre knapp die Hälfte
unseres Lebens- und Wirtschaftsraumes nicht in der heutigen Form
nutzbar. Die Woche des Schutzwaldes rückt diese enorme Leistung ins
Bewusstsein der Bevölkerung.“
Der Wald schützt uns – jeden Tag
Die Alpen prägen die Landschaft in Österreich, über zwei Drittel der
Landesfläche wird von ihnen bedeckt. Dies führt dazu, dass der
Dauersiedlungsraum in vielen Regionen begrenzt ist und in
unmittelbarer Nähe zu alpinen Gefahren liegt. Lawinen, Wildbäche,
Rutschungen oder Steinschlaggebiete durchschneiden wichtige
Verkehrsrouten und grenzen an historisch gewachsene Lebens- und
Wirtschaftsräume. Rund 14 Milliarden Euro der österreichischen
Wirtschaftsleistung hängen jährlich von der Schutzfunktion der Wälder
ab.
Der Schutzwald als sogenannte „grüne Infrastruktur“ bietet eine
breite Palette an Ökosystemdienstleistungen, womit er in diesen
gebirgigen Teilen Österreichs eine besondere Rolle spielt. Durch die
Bereitstellung des klimafreundlichen Rohstoffes Holz sichert er nicht
nur Arbeitsplätze und dient als Wirtschaftsgrundlage für viele
Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, auch ist er durch die
Kohlenstoffspeicherung ein wichtiger Faktor im Klimaschutz, reinigt
Luft und Wasser, ist Hotspot der Biodiversität und schützt vor
Naturgefahren. Von den rund 4 Mio. Hektar Wald sind 42 % oder 1,6
Mio. Hektar Schutzwald.
Vielfältiges Programm in allen Bundesländern
Ob Familien, Schulklassen, Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer oder
Fachpublikum, die „Woche des Schutzwaldes“ bietet ein
abwechslungsreiches Programm für alle Generationen. Geplant sind
unter anderem Presse- und Informationsveranstaltungen,
Themenwanderungen im Schutzwald, Aktionen mit Kindern und Schulen
sowie Medien- und Öffentlichkeitskampagnen.
Organisiert wird die österreichweite Themenwoche vom
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) gemeinsam mit dem
Schutzwaldzentrum, dem Österreichischen Schutzwaldverein sowie den
Partnern Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV),
Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) und den Landesforstdiensten.
Die Woche des Schutzwaldes ist Teil des Aktionsprogramms „Wald
schützt uns!“ und der „Strategischen Ausrichtung der
Schutzwaldpolitik bis 2030“ der Bundesregierung.
Sie zeigt diese vielfältigen Leistungen und lädt die Öffentlichkeit
ein, den Schutzwald als unverzichtbares Element, um den
Herausforderungen durch die Folgen des Klimawandels zu begegnen.
Zahlen und Fakten:
– Das Verhältnis der Kosten natürlicher Schutz (Schutzwald):
Kombination natürlicher und technischer Schutz: technischen Maßnahmen
(z. B. Lawinen- oder Steinschlagschutz) ist 1:15:115
– 14 Mrd. Euro der jährlichen österreichischen Wirtschaftsleistung
hängen von der Schutzfunktion des Waldes ab (Quelle: Waldfondsprojekt
„ÖKO-SCHU-WA“).
– 98.000 Hektar potenziell geschützter Raum sind vollständig durch
die Schutzwirkung geschützt. Das entspricht mehr als der zweifachen
Fläche von Wien.
– In Österreich gibt es über 600 Schutzwaldgemeinden, das sind
Gemeinden mit einem Schutzwaldanteil von mehr als 50 %. Z.B Oetz in
Tirol.
Weitere Informationen: www.schutzwald.at