Niederösterreich (OTS) – Die gegen führende Funktionäre des
Wirtschaftsbundes Niederösterreich
erhobenen Vorwürfe wiegen schwer. In einer Sachverhaltsdarstellung
werden unter anderem möglicher Mandatskauf, mutmaßliche Einflussnahme
im Zusammenhang mit Rechnungshofprüfungen sowie mögliche
Provisionszahlungen thematisiert. Laut Medienberichten prüft die
Staatsanwaltschaft einen Anfangsverdacht.
Für die Freiheitliche Wirtschaft Niederösterreich ist klar: Diese
Vorwürfe müssen restlos aufgeklärt werden. Gerade wenn es um mögliche
Einflussnahme, Geldflüsse und parteipolitische Netzwerke im Umfeld
von Wirtschaftsbund und Wirtschaftskammer geht, braucht es maximale
Transparenz und eine unabhängige Prüfung.
Einmal mehr stellt sich die Frage, was im schwarzen Maschinenraum
von Wirtschaftsbund und Wirtschaftskammer tatsächlich vor sich geht.
Während Österreichs Unternehmer mit hohen Abgaben, explodierender
Bürokratie und einer schwachen Konjunktur kämpfen, beschäftigen sich
Teile des schwarzen Kammersystems offenbar erneut mit internen
Machtfragen, Einfluss und gegenseitigen Vorwürfen.
Gerade deshalb braucht es endlich eine tiefgreifende Reform der
Wirtschaftskammer: deutlich niedrigere Pflichtbeiträge, schlankere
Strukturen, volle Transparenz bei Geldflüssen und Förderungen,
transparente Funktionärsvergütungen sowie eine konsequente Kontrolle
der Kammern durch unabhängige öffentliche Kontrollinstanzen. Das
schwarze System aus Posten, Funktionen und Abhängigkeiten gehört
endlich aufgebrochen.
„Während Österreichs Unternehmer unter Rekordabgaben, Bürokratie
und einer schwachen Konjunktur leiden, rumort es einmal mehr im
schwarzen Maschinenraum der Wirtschaftskammer. Die erhobenen Vorwürfe
sind schwerwiegend und müssen restlos aufgeklärt werden. Für Wolfgang
Ecker und Harald Servus gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung. Das
darf aber kein Grund sein, sich wegzuducken. Beide müssen jetzt klar
Auskunft über die Vorwürfe geben und für vollständige Transparenz
sorgen. Die Unternehmer haben genug von schwarzen Machtkämpfen,
Packeleien und einem Kammerdickicht, in dem Verantwortung regelmäßig
verschwindet“, so FW-Generalsekretär & NÖ-Landesobmann Reinhard
Langthaler abschließend.