Wien/Linz (OTS) – Beim Prix Ars Electronica 2026 in Linz wurde heuer
zum ersten Mal der
Award der „AI for Social Impact Initiative“ vergeben – einer
Kooperation von CARE Österreich und Ars Electronica. Die Auszeichnung
würdigt innovative Projekte, die Künstliche Intelligenz zur
Bewältigung sozialer, ökologischer und humanitärer Herausforderungen
einsetzen.
Ausgewählt wurden die Projekte aus allen Einreichungen zum Prix
Ars Electronica 2026 und zum S+T+ARTS Prize 2026. Neben
Innovationskraft wurden insbesondere Transparenz, ethische
Verantwortung und die langfristige Wirkung der eingesetzten
Technologien bewertet. Insgesamt wurden fünf Preisträger:innen
ausgezeichnet: Zwei Projekte erhielten den mit je 5.000 Euro
dotierten „Grand Prize“, drei weitere einen „Award of Distinction“,
dotiert mit je 2.500 Euro. Die Gewinner:innen erhalten zudem die
Möglichkeit, sich mit den internationalen Länderbüros von CARE zu
vernetzen und damit potenzielle Kooperationen für eine langfristige
Weiterentwicklung ihrer Projekte auszuloten.
DIE PREISTRÄGER:INNEN:
Den „Grand Prize“ erhielten HelpMum, das KI-gestützte Lösungen
für die Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern in Nigeria
entwickelte, sowie Afiya AI Solution , welches es geflüchteten
Menschen in Nordafrika erleichtert, sich im Gesundheitssystem
zurechtzufinden und notwendige medizinische Hilfe schneller zu
erreichen.
Die „Awards of Distinction“ erhielten Global Level of Confidence
(Antimetric Institute) – ein Projekt zur Wiederherstellung familiärer
Identitäten von Opfern der argentinischen Militärdiktatur; das AI-
Powered Teacher Competency Assessment Tool (Oluwaseun Kayode und The
Schoolinka Team) – ein digitales Werkzeug, das Lehrkräfte in
ressourcenschwachen Bildungssystemen bei ihrer professionellen
Weiterentwicklung unterstützt, sowie Early Crop Pests and Diseases
Detection Solar-Powered AI Technology (Farmer Lifeline und Esther
Kimani) – ein solarbetriebenes KI-System zur Früherkennung von
Schädlingsbefall und Pflanzenkrankheiten, das Ernteausfälle
reduziert.
„Dass wir in Linz die ersten Preisträger:innen der ‚AI for Social
Impact Initiative‘ auszeichnen konnten, ist ein besonderer Moment für
CARE Österreich“, sagt Andrea Barschdorf-Hager , Geschäftsführerin
von CARE Österreich. „Er zeigt, dass Künstliche Intelligenz dann ihr
volles Potenzial entfaltet, wenn sie gemeinsam mit den Menschen
entwickelt wird, die von ihr profitieren sollen. Wir freuen uns,
gemeinsam mit unseren internationalen Länderbüros nun auszuloten, wie
wir diese Projekte langfristig begleiten können.“
„Dieser Sieg gehört nicht nur HelpMum – er gehört jeder
Ingenieurin, jedem Gesundheitsmitarbeiter, jeder Forscherin und jedem
Teammitglied im Feld, die mit ganzem Herzen an dieser Mission
arbeiten, und vor allem jeder einzelnen Mutter, die wir mit unserer
Arbeit erreichen durften“, sagt Eniola Benson , Senior Backend
Engineer bei HelpMum, der den Preis in Linz stellvertretend für das
gesamte Team entgegennahm. „Mit MamaBot und VaxBot erreichten wir
über WhatsApp bereits mehr als 500.000 schwangere Frauen und
stillende Mütter in Nigeria. Diese Auszeichnung bestärkt uns darin,
KI dort einzusetzen, wo sie tatsächlich Leben verändern kann.“
„Afiya AI Solution hat als Beobachtung vor Ort begonnen, dass
besonders vulnerable Menschen oft nicht die passenden
Gesundheitsinformationen finden. Entscheidend ist immer, dass die
Lösung von der Community für die Community entwickelt wird. Wir
müssen immer mitdenken, dass Künstliche Intelligenz von jenen
mitgestaltet wird, die selbst in Not sind – nur so entstehen die
besten Lösungen für ihre tatsächlichen Bedürfnisse und
Herausforderungen“, sagt Shadi Henchiri , Senior Program Associate
bei IOM Tunesien, der den Preis für Afiya AI Solution in Linz
entgegennahm.
Langfristiges Engagement
Die prämierten Projekte standen auch im Mittelpunkt der Konferenz
„AI for Social Impact – Negotiating Humanity in Times of Crisis“, die
in Kooperation mit CARE Österreich beim Ars Electronica Festival
stattfand. Im Fokus stand die Frage, wie Künstliche Intelligenz
eingesetzt werden kann, um Menschen in Krisen- und
Konfliktsituationen sowie in von Armut und vom Klimawandel
betroffenen Regionen zu unterstützen.
Über CARE
CARE wurde 1945 gegründet, um Armut und Hunger in Europa zu
lindern. Heute, 80 Jahre später, setzt sich CARE in über 120 Ländern
für die Überwindung von Not, Armut und Ausgrenzung mit einem
besonderen Fokus auf die Stärkung von Frauen und Mädchen ein. Die “AI
for Social Impact“ Initiative markiert das 80-jährige Bestehen der
Hilfsorganisation und steht für zukunftsorientiertes Engagement sowie
die Weiterentwicklung jahrzehntelanger humanitärer und
entwicklungspolitischer Expertise.
Für das Sponsoring bedankt sich CARE Österreich sehr herzlich bei
CC Real!
Nähere Informationen zur „AI for Social Impact Initiative“ und
den Preisträger:innen 2026 finden Sie hier .
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at