Eisenstadt (OTS) – Die Wirtschaftskammer Burgenland und Wein
Burgenland sprechen sich
für eine zeitgemäße gesetzliche Lösung aus, die einerseits den
Jugendschutz sicherstellt und andererseits regionale
Direktvermarktung ermöglicht. Wirth und Oschep: „Jugendschutz und
moderne Vertriebsmöglichkeiten schließen einander nicht aus“
„Wir bekennen uns klar zum Jugendschutz. Gleichzeitig müssen wir
aber die technischen Möglichkeiten des Jahres 2026 anerkennen.
Alterskontrollen über Bankomatkarten, digitale Identifikationssysteme
oder vergleichbare Lösungen sind längst Stand der Technik. Was bei
Zigarettenautomaten möglich ist, sollte auch für regionale
Weinprodukte möglich sein“, betont WK Burgenland Präsident Andreas
Wirth und Wein Burgenland Obmann Herbert Oschep unisono.
Gerade im Burgenland, einem der bedeutendsten Weinländer
Österreichs, seien Selbstbedienungsautomaten für viele Betriebe eine
wichtige Ergänzung bestehender Vertriebswege.
„Unsere Winzerinnen und Winzer leben von Qualität, Regionalität
und Kundennähe. Selbstbedienungsautomaten bieten die Möglichkeit,
regionale Produkte auch dann verfügbar zu machen, wenn Geschäfte
geschlossen haben oder es vor Ort kein gastronomisches Angebot gibt.
Davon profitieren Betriebe ebenso wie Gäste und Konsumenten“, so
Oschep.
Besonders in den Tourismusregionen des Landes würden solche
Angebote gut angenommen. Viele Gäste seien mit dem Fahrrad unterwegs
und möchten regionale Spezialitäten kennenlernen oder ein Mitbringsel
für zuhause erwerben.
„Niemand fordert einen unkontrollierten Alkoholverkauf. Wir
fordern vielmehr eine moderne Regelung, die den Jugendschutz
sicherstellt und gleichzeitig regionale Wertschöpfung ermöglicht. Wer
das Alter zweifelsfrei nachweisen kann, sollte auch außerhalb
klassischer Öffnungszeiten regionale Produkte erwerben dürfen“,
erklärt Wirth zu der Causa.
Vor allem an Wochenenden, Feiertagen oder in Regionen mit
eingeschränktem Nahversorgungs- und Gastronomieangebot würden
Automaten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung leisten.
Für die Wirtschaftskammer Burgenland und Wein Burgenland steht
fest: Der Schutz von Jugendlichen und moderne Vertriebsformen dürfen
kein Widerspruch sein. Die Interessenvertretungen sprechen sich daher
für eine Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen aus, die
digitale Alterskontrollen anerkennt und den Verkauf regionaler
Weinprodukte über entsprechend gesicherte Selbstbedienungssysteme
ermöglicht.
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