Wien (OTS) – ( Hinweis für Medien : Das Europe Day Festival beginnt
um 15.00 Uhr.
Infos & Details zum Ablauf: Europatag 2026 – Vertretung in Österreich
– Europäische Kommission Fotos sind ab ca. 17.40 unter diesem Link
abrufbar: https://www.apa-fotoservice.at/galerie/39833 )
Bühne frei für Europa: Pop, Politik und ein großer EU-Rave
setzten Samstagnachmittag am Wiener Stephansplatz ein lebhaftes
Zeichen für eine starke und moderne Europäische Union.
Bundespräsident Alexander Van der Bellen, EU-Kommissar Magnus
Brunner, Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und Bürgermeister
Michael Ludwig unterstrichen die Bedeutung des geeinten Europas für
Österreich. Sie luden insbesondere junge Menschen ein, sich aktiv in
die Gestaltung der Europäischen Union einzubringen und die Chancen,
die sie bietet, zu nutzen. Wie das in der Praxis aussehen kann,
zeigten Lea Speringer vom Europäischen Jugendparlament Österreich,
Lejla Visnjic von der Bundesjugendvertretung sowie die EU-
Jugendbotschafter:innen Clarissa Trummer und Marcel Simma.
Musikalisch gaben Julian Le Play, Endless Wellness und AVEC den
Ton an und begeisterten das Publikum mit ihren Live-Acts. Großen
Applaus gab es auch für die Schüler:innen des Bernoulligymnasiums und
ihre Darbietung der Europahymne. Am frühen Abend verwandelten das
Voyage Voyage DJ Team und Anna Ullrich den Stephansplatz in einen
urbanen Dancefloor. Organisiert wurde das Europe Day Festival von der
Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich.
Zwtl.: Van der Bellen: „Können uns auf unser Europa verlassen“
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hielt fest: „Europa ist
eine der größten Volkswirtschaften der Welt. Wenn wir zusammenhalten,
gibt es nichts und niemanden, das oder den wir fürchten müssen.
Gerade jetzt, wo wir sehen, was Chaos anrichten kann – da tut es gut,
sich auf unser Europa, auf unsere Europäische Gemeinschaft verlassen
zu können. Es ist an der Zeit, diese Stärke anzuerkennen und zu
sehen, dass wir Verhandlungsmacht haben. Und diese auch ausspielen
können. Deshalb bin ich dafür Europa-Patriotismus zu entwickeln.
Seien wir stolz auf unser Europa!“
Zwtl.: Brunner: „Zusammen meistern wir Herausforderungen“
EU-Kommissar Magnus Brunner sagte: „Auf der gesamten Welt wird
Europa als die Region gesehen, in der Stabilität, Rechtsstaatlichkeit
und Demokratie selbstverständlich sind. Manche in Europa, ja auch in
Österreich, wollen genau diese Stärke als Schwäche darstellen – das
dürfen wir nicht zulassen. Es stimmt, wir haben viele Hausaufgaben zu
erledigen, aber wir starten nicht von null, sondern im Gegenteil.
Wenn wir in Europa zusammenhalten, werden wir auch zukünftige
Herausforderungen meistern.“
Zwtl.: Meinl-Reisinger: „Jetzt ist die Zeit für mehr Europa“
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betonte: „Europa war immer
mein politisches Herzensthema. Eine starke EU bringt uns in
Österreich mehr Wohlstand, mehr Sicherheit, mehr Freiheit. Ich will,
dass dieses Versprechen auch für die Generation meiner Kinder gilt.
Deshalb ist mein Anspruch, die Rolle Österreichs in Europa und die
Rolle Europas in der Welt zu stärken. Europa hat das Potenzial, eine
Weltmacht zu sein. Eine Weltmacht, die auf Kooperation und
Partnerschaften setzt. Und jetzt ist der Moment, das unter Beweis zu
stellen. Jetzt ist die Zeit für mehr Europa: für eine Union, die
stärker, schneller und handlungsfähiger ist.“
Zwtl.: Ludwig: „Gemeinsames Europa ist einer der historisch größten
Erfolge“
Bürgermeister Michael Ludwig sagte: „Unser gemeinsames Europa ist
einer der historisch größten Erfolge überhaupt. Viele Dinge, die
früher undenkbar waren, sind gerade für junge Menschen ganz
selbstverständlich – Frieden, Reisefreiheit, eine gemeinsame Währung
in den meisten Teilen unseres Kontinents. Gleichzeitig sehen wir
gerade weltpolitisch herausfordernde Zeiten für unseren Kontinent,
und unsere Art des demokratischen Zusammenlebens gerät von innen,
aber auch von außen unter Druck. Die wirksamste Möglichkeit, das
Europa, das wir heute kennen und lieben gelernt haben, zu schützen,
liegt in einem starken, selbstbewussten, gemeinsamen Europa. In Wien
und in ganz Europa stehen wir für eine Gesellschaft, in der nicht das
Recht des Stärkeren gilt, sondern die Gemeinschaft im Vordergrund
steht.“
Zwtl.: Geburtsstunde des geeinten Europas
Der Europatag erinnert an die Geburtsstunde des geeinten Europas:
Am 9. Mai 1950 präsentierte der damalige französische Außenminister
Robert Schuman einen Plan für die Zusammenlegung der Stahl- und
Kohleindustrie europäischer Länder. Die Logik dahinter: Indem die
einstigen Erzrivalen Frankreich und Deutschland die für
Waffenproduktion zentralen Industriezweige bündeln, sollte Krieg
nicht nur undenkbar, sondern materiell unmöglich werden. Die
Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl war Vorfahrin unserer
heutigen Europäischen Union.