UNHCR appelliert, Familienbeihilfe für ukrainische Flüchtlingskinder zu verlängern

Wien (OTS) – Das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR appelliert an
die
österreichische Bundesregierung, rasch die Verlängerung der
Familienbeihilfe für ukrainische Flüchtlingskinder zu beschließen.

Während der vorübergehende Schutz für ukrainische Flüchtlinge EU-
weit bis März 2027 verlängert wurde, läuft die Familienbeihilfe in
Österreich mit Ende Oktober 2025 aus. Wenn nicht rasch eine
Verlängerung beschlossen wird, droht Tausenden ukrainischen Familien
der Ausfall dieser wichtigen Unterstützungsleistung.

„Alle Kinder in Österreich sollten die gleichen Startbedingungen
in Österreich haben, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Die
Familienbeihilfe leistet dazu einen wichtigen Beitrag“, so Christoph
Pinter, Leiter von UNHCR Österreich.

Betroffen wären bis zu 17.500 ukrainische Kinder in Österreich.
Der Ausfall der Familienbeihilfe wäre für viele ukrainische
Flüchtlingsfamilien zudem ein besonders harter finanzieller
Einschnitt.

Viele ukrainische Geflüchtete, die den Sprung zu einem gut
bezahlten Job noch nicht geschafft haben, sind nach wie vor im
Grundversorgungs-System und müssen mit wenigen Hundert Euro im Monat
auskommen. Der Wegfall der Familienleistungen ließe viele ukrainische
Familien, die oft aus alleine geflüchteten Müttern mit Kindern
bestehen, weiter in die Armut abrutschen.

Zu befürchten sei zudem, dass Geflüchtete, die sich momentan
finanziell knapp über Wasser halten können, zurück in die
Grundversorgung fallen würden. Im schlimmsten Fall könnten sie ihre
Wohnungen nach Wegfall der Familienleistungen nicht mehr bezahlen und
müssten in Gemeinschafts-Unterkünfte (wie z.B. für Asylsuchende)
ziehen, wodurch zusätzlich das österreichische Aufnahmesystem
belastet würde.