Wien (OTS) – Der Welttourismustag, 1980 von der
Welttourismusorganisation (UNWTO)
ins Leben gerufen, soll das Bewusstsein für den sozialen,
kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Wert des Reisens
stärken. Unter dem Motto „Tourism and Sustainable Transformation“
hebt die UNWTO heuer hervor, dass Tourismus weit mehr sei als ein
bloßer Wirtschaftszweig: Er könne Bildung fördern, Arbeitsplätze
schaffen und soziale Chancen eröffnen.
Zwtl.: Österreichs Tourismus: stabile Entwicklung
Im Jahr 2024 wurden in Österreich 46,7 Millionen Ankünfte und
154,3 Millionen Nächtigungen verzeichnet. Damit lagen die Ergebnisse
sowohl über jenen des Vorjahres als auch über dem bisherigen
Höchststand aus 2019. Die Ausgaben der Gäste beliefen sich auf 35,9
Milliarden Euro, der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt lag
bei 6,2 Prozent. Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner:
„Damit bleibt der Tourismus eine der tragenden Säulen unserer
Wirtschaft und ein zentraler Faktor für regionale Entwicklung.“
Zwtl.: Wirtschaftliche Herausforderungen der Betriebe
Parallel zur steigenden Nachfrage stehen viele Betriebe vor
Herausforderungen. Steigende Personal-, Lebensmittel- und
Energiekosten belasten die Ertragslage. Zehetner: „Wir sehen sehr
klar, dass die Betriebe mit steigenden Kosten zu kämpfen haben.
Nachdem diese Mehrkosten nur teilweise an den Gast weitergegeben
werden können, hat sich die Ertragslage zuletzt trotz steigender
Gästezahlen verschlechtert. Diese Schere, mehr Gäste, aber weniger
Ertrag, müssen wir konsequent schließen.“
Zwtl.: Gesellschaftliche Rückendeckung: Akzeptanzsaldo klar positiv
Besonders erfreulich ist die aktuelle Stimmungslage. Laut einer
Erhebung der Statistik Austria für 2024 liegt der
Tourismusakzeptanzsaldo (TAS) bei +38 Prozentpunkten. 45 Prozent der
Bevölkerung sehen den Tourismus positiv, nur ein kleiner Teil äußert
sich kritisch. 73 Prozent messen ihm hohe Relevanz für Wirtschaft,
Arbeitsplätze, Infrastruktur und Kultur bei. „Tourismusakzeptanz
fällt nicht vom Himmel. Sie muss täglich neu verdient werden. In den
Betrieben, in den Regionen, aber auch auf politischer Ebene. Mit
unserer neuen Tourismusakzeptanz-Messung haben wir ein wertvolles
Werkzeug, um zielgerichtete Tourismuspolitik für die
Österreicherinnen und Österreicher zu machen“, so Zehetner.
65 Prozent der Bevölkerung empfinden die Zahl der Touristinnen
und Touristen sowohl in der eigenen Gemeinde als auch österreichweit
als angemessen. „Das beweist klar, dass die Österreicherinnen und
Österreicher unseren – ihren – Tourismus wertschätzen. Diese starke
Rückendeckung brauchen wir. Mit einem Wort: Geht’s der Bevölkerung
gut, geht’s dem Gast gut.“
Zwtl.: Zukunftsperspektiven: Vision T weiterentwickeln
Tourismuspolitik bedeutet auch, den Standort langfristig zu
stärken. Deshalb wird die nationale Tourismusstrategie ambitioniert
weiterentwickelt. „Die Herausforderungen haben sich verändert, daher
braucht es ein Update unserer Strategie. Wir werden die Schwerpunkte
Mehrwert durch Tourismus, ökologische Nachhaltigkeit, Innovation &
Digitalisierung, wirtschaftliche Resilienz und Arbeitsmarkt in
Expertenrunden vertiefen. Bis zu 20 Top-Expertinnen und -Experten
werden konkrete Maßnahmen erarbeiten, um den Tourismusstandort
Österreich zukunftsfit zu machen“, sagt die Staatssekretärin.