Wien (OTS) – Wiener SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher und
SPÖ-Gemeinderätin und
Vorsitzende des Gemeinderatsausschusses für Wohnen, Wohnbau,
Stadtentwicklung und Frauen Waltraud Karner-Kremser begrüßen das
Eigenmittelersatzdarlehen der Stadt Wien, das jungen Familien beim
Einzug in eine geförderte Wohnung kräftigen Rückenwind gibt. Heuer
stellt die Stadt dafür 6,5 Millionen Euro zur Verfügung. „Etwa 60
Prozent der Wiener Bevölkerung lebt im sozialen Wohnbau. Unser
Bürgermeister Michael Ludwig und Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch
setzen mit dem Eigenmittelersatzdarlehen der Stadt Wien ein
unmissverständliches politisches Signal: In Wien entscheidet nicht
das Sparbuch darüber, ob junge Familien ein gutes Zuhause finden.
Leistbares Wohnen ist bei uns kein Luxusgut und kein Nischenprogramm,
sondern das Fundament unserer Lebensqualität. Wer eine geförderte
Wohnung gefunden hat, darf nicht am Genossenschaftsanteil scheitern.
Mit dem Eigenmittelersatzdarlehen öffnen wir die Tür zum neuen
Zuhause, und zwar zu fairen Konditionen statt mit teuren Krediten vom
freien Markt“, betont Taucher.
Auch Karner-Kremser unterstreicht die soziale Treffsicherheit der
Förderung: „Gerade am Anfang, wenn Umzug, Küche und Kinderzimmer
bezahlt werden wollen, dreht jede Familie jeden Euro zweimal um.
Deshalb setzen wir auf Sicherheit statt Schuldenfalle: Ein fixer
Zinssatz von einem Prozent schützt vor bösen Überraschungen. Außerdem
gilt: Je geringer das Einkommen, desto größer die Unterstützung. So
landet die Förderung dort, wo sie wirklich gebraucht wird, und zwar
bis weit in die Mittelschicht hinein.“
Günstige Finanzierung statt teurer Bankkredit
Bei den rund 200.000 geförderten Wohnungen gemeinnütziger
Bauträger ist beim Einzug oft ein Bau- und Grundkostenanteil zu
zahlen. Dieser „Genossenschaftsanteil“ liegt meist zwischen 15.000
und 30.000 Euro, eine Summe, die viele junge Familien nicht einfach
auf der hohen Kante haben. Genau hier setzt das
Eigenmittelersatzdarlehen an: Der Zinssatz beträgt fix ein Prozent,
die Laufzeit maximal 25 Jahre. Vier Förderstufen richten sich nach
dem Jahresnettoeinkommen, wobei eine Familie mit zwei Erwachsenen und
zwei Kindern bis zu einem Einkommen von 89.440 Euro förderberechtigt
ist. In den Förderstufen 1 und 2 beginnt die Rückzahlung erst nach
fünf Jahren, zusätzlich gibt es dort eine Grundkostenförderung von
200 beziehungsweise 100 Euro pro Quadratmeter. Sind alle mitziehenden
Personen jünger als 40 Jahre, werden einmalig zusätzliche 15
Quadratmeter Wohnfläche gefördert. Wie viel das konkret bringt, zeigt
ein Rechenbeispiel: Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei
Kindern und einem Jahresnettoeinkommen innerhalb der Förderstufe 2
kann für eine neue geförderte Wohnung mit 93 Quadratmetern ein
Darlehen von insgesamt 32.700 Euro erhalten. Im Vergleich zu einem
Kredit am freien Markt mit angenommenen vier Prozent Zinsen erspart
sich die Familie dadurch rund 10.000 Euro. Allein im Jahr 2026
könnten rund 200 solcher Familien profitieren.
„Rund 10.000 Euro Ersparnis in unserem Rechenbeispiel – Geld, das
am Küchentisch der Familie bleibt statt in höhere Kreditkosten zu
fließen: Das ist sozialdemokratische Wohnpolitik, die man im
Geldbörsel spürt. Wir in Wien sorgen dafür, dass der Weg ins neue
Zuhause leistbar bleibt“, so Taucher.
Antrag einfach online stellen
Der Antrag ist kostenlos und muss innerhalb von drei Monaten nach
Vertragsabschluss gestellt werden, entweder bequem online oder
persönlich bei der Magistratsabteilung 50. Ein Online-Rechner zeigt
schon vorab, ob Anspruch auf eine Förderung besteht:
www.wien.gv.at/wohnen/landesdarlehen-rechner-antrag . „Unser
herzlicher Dank gilt auch der MA 50 – Wohnbauförderung und
Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten. Sie macht den
Weg zur Förderung für die Wiener*innen einfach und unbürokratisch“,
betonen die beiden Abgeordneten unisono. (Schluss) sh