SPÖ-Grossmann zum Internationalen Frauentag: „Gleichstellung fällt nicht vom Himmel – sie wird jeden Tag aufs Neue erkämpft!“

Wien (OTS) – Anlässlich des heutigen Internationalen Frauentags
betont SPÖ-EU-
Abgeordnete und frauenpolitische Sprecherin Elisabeth Grossmann: „Der
Internationale Frauentag ist ein Kampftag. Er erinnert uns daran,
dass kein frauenpolitischer Fortschritt je vom Himmel gefallen ist.
Jedes Recht, jede Verbesserung und jeder Schritt in Richtung
Gleichstellung wurde von mutigen Menschen hart erkämpft. Viel wurde
bereits erreicht, doch der Kampf für echte Gleichstellung ist noch
lange nicht vorbei. Gerade jetzt erleben wir weltweit einen
gefährlichen Backlash gegen Frauenrechte sowie einen
besorgniserregenden Anstieg bei Anti-Gender-Bewegungen. Besonders
deutlich zeigt sich diese Entwicklung im digitalen Raum. Dort nimmt
die Gewalt gegen Frauen spürbar zu. Immer häufiger werden Frauen
online gezielt angegriffen, eingeschüchtert oder aus der öffentlichen
Debatte gedrängt. Dem müssen wir entschieden einen Riegel
vorschieben. Dazu gehört die konsequente Anwendung des Gesetzes über
digitale Dienste. Die Europäische Kommission darf hier keine Scheu
zeigen. Wer Regeln bricht, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen.
Frauenpolitik darf nur eine Richtung kennen: vorwärts statt
rückwärts. Europa muss ein Bollwerk gegen antifeministische und
antigender Bewegungen sein, die versuchen, alte Rollenbilder
wiederzubeleben und Gleichstellung infrage zu stellen.“ ****

Grossmann weiter: „Gleichzeitig geht es um mehr, als nur das zu
bewahren, was wir bereits erreicht haben. Frauen sind in Europa immer
noch überproportional von Armut betroffen, erleben
geschlechtsspezifische Gewalt und verdienen selbst bei gleicher
Arbeit weniger als Männer. Ein wichtiger Schritt ist die konsequente
Umsetzung der europäischen Lohntransparenzrichtlinie, damit ungleiche
Bezahlung endlich sichtbar wird und wirksam dagegen vorgegangen
werden kann. Doch das allein reicht nicht aus. Wir müssen auch den
gesellschaftlichen Wert der Arbeit von Frauen stärker anerkennen.
Dazu gehört eine Stärkung fairer Mindestlöhne in ganz Europa,
insbesondere in systemrelevanten Bereichen wie der Pflege.“ (Schluss)
bj