SPÖ-Babler: Eine wehrhafte Demokratie braucht standhafte Organisationen, Schmid: Klare Positionen sind besser als keine Positionen

Wien (OTS) – Die SPÖ-Bundesbildungskonferenz stand am Samstag, 31.
Jänner 2026, in
Innsbruck unter dem Motto „Wie sichern wir unsere Demokratie?“. Etwa
150 Delegierte und 69 Gäste diskutierten aktuelle
demokratiepolitische Herausforderungen und die Rolle politischer
Bildungsarbeit. In der über 150-jährigen Geschichte der
Bildungsorganisation fand die Bundeskonferenz erstmals in Tirol,
konkret in Innsbruck, statt. ****

Auf dem Programm standen unter anderem Reden von SPÖ-
Bundesbildungsvorsitzendem Prof. Dr. Gerhard Schmid, der sich der
Wiederwahl stellte, sowie von SPÖ-Bundesparteivorsitzendem und
Vizekanzler Andreas Babler, MSc. Grußworte überbrachten LH-Stv. und
Tiroler SPÖ-Vorsitzender Philip Wohlgemuth, Dritte
Nationalratspräsidentin und Präsidentin des Karl-Renner-Instituts
Doris Bures (per Videobotschaft) sowie Meike Jensen,
Bildungsvorsitzende der SPD.

Bei der Wahl des Vorstandes der SPÖ-Bundesbildungsorganisation
erhielten alle Kandidatinnen und Kandidaten mehr als 95 Prozent der
Stimmen. Prof. Dr. Gerhard Schmid wurde mit 96,56 Prozent erneut zum
SPÖ-Bundesbildungsvorsitzenden gewählt. SPÖ-
Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan wurde einstimmig in
seiner Funktion bestätigt.

SPÖ-Vorsitzender Andreas Babler betonte in seiner Rede die
zentrale Rolle von Bildung für die Demokratie und das
sozialdemokratische Selbstverständnis:„Bildungsgerechtigkeit schafft
die Voraussetzung dafür, sich zu verwirklichen und Träume zu
ermöglichen.“ Demokratie beruhe auf zwei Säulen – der liberalen und
der sozialen. „Nur im Zusammenspiel dieser beiden Säulen entwickelt
sie ihre volle Kraft. Eine wehrhafte Demokratie braucht standhafte
Organisationen“, so Babler. Politik müsse nicht nur reden, sondern
handeln. Als Beispiele nannte er unter anderem die geplante
weisungsfreie Bundesstaatsanwaltschaft, den Nationalen Aktionsplan
gegen Gewalt an Frauen sowie die Neuausrichtung der Medienförderung
auf Qualitätskriterien.

Der wiedergewählte SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Gerhard Schmid
unterstrich die zunehmenden Gefährdungen demokratischer Strukturen.
Umso wichtiger sei es, sich geografisch wie thematisch zu vernetzen
und Bildungsarbeit breit aufzustellen:
„Im Kampf gegen Populismus müssen wir über den Tellerrand schauen.
Klare Positionen sind besser als keine Positionen.“ Aufgabe der
Bundesbildungsorganisation sei es daher auch, kontroverse
gesellschaftliche Fragen aufzugreifen – wie etwa bei der Enquete zur
Neutralität im Oktober des Vorjahres. Die SPÖ-Bundesbildung werde
sich auch künftig mit wissenschaftlicher Unterstützung intensiv mit
gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz war der Rückblick auf die
umfangreiche Bildungsarbeit der vergangenen Jahre, den Gerhard Schmid
in seiner Rede sowie in einem rund 20-minütigen Video präsentierte.
Zahlreiche Projekte konnten gemeinsam mit der SPÖ-
Bundesgeschäftsführung, den Landesbildungsorganisationen, dem Karl-
Renner-Institut, der Wiener Bildungsakademie sowie weiteren
Partnerinnen und Partnern umgesetzt werden.

„Ich bin sehr froh und stolz darauf, dass wir gemeinsam mit so
vielen Partnerinnen und Partnern zahlreiche großartige Projekte und
wertvolle Veranstaltungen realisieren konnten. Bildungsarbeit heißt
für uns, Menschen innerhalb und außerhalb der Partei zum Denken, zur
Weiterentwicklung und zum gesellschaftlichen Dialog anzuregen“, so
Schmid.

Für die kommenden Jahre sind sowohl die Fortführung bewährter
Projekte – etwa der „Zeitgespräche“ – als auch neue
Beteiligungsformate geplant.

Zwtl.: Talk „Wie sichern wir die Demokratie?“

Im Rahmen eines Talks diskutierten Selma Yildirim (
Nationalratsabgeordnete und SPÖ-Justizsprecherin des SPÖ
Parlamentsklub), Elisabeth Fleischanderl (Klubobfrau SPÖ Tirol),
Nicole Heinlein, MA (SPÖ-Tirol-Landesbildungssekretärin), Univ.-Prof.
Dr. Ewald Nowotny (ehem. OeNB-Gouverneur) sowie Prof. Dr. Gerhard
Schmid. Einigkeit bestand darüber, dass Bildung eine zentrale
Voraussetzung für demokratische Teilhabe ist und
Bildungseinrichtungen die Aufgabe haben, Menschen zur
gleichberechtigten Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben zu
befähigen.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan zog eine
äußerst positive Bilanz der Konferenz:
„In der 150-jährigen Geschichte unserer Bildungsorganisation, die bis
zum 8. Dezember 1867 zurückreicht, konnten wir erstmals eine
Bundeskonferenz in Tirol und in Innsbruck abhalten. Dass dies in so
hervorragender Zusammenarbeit – insbesondere mit der SPÖ Tirol und
der Tiroler Bildungsorganisation – gelungen ist, erfüllt mich mit
großer Freude.“ (Schluss) ff