SJ Zivkovic: “AK Jugendmonitor unterstreicht: Soziale Ungleichheit muss endlich konsequent bekämpft werden!”

Wien (OTS) – Der heute veröffentlichte Jugendmonitor 2026 der
Arbeiterkammer Wien
macht deutlich, dass die soziale Lage maßgeblich darüber entscheidet,
wie junge Menschen ihre Zukunft sehen. „Der Jugendmonitor bestätigt,
was junge Menschen seit Jahren erleben: Zukunftschancen hängen in
Österreich immer stärker vom Geldbörserl der Eltern ab. Dass
finanzielle Sicherheit darüber entscheidet, ob junge Menschen
optimistisch in ihre Zukunft blicken können, ist das Ergebnis einer
Politik, die soziale Ungleichheit zulässt, statt sie konsequent zu
bekämpfen“ , kritisiert Larissa Zivkovic, Verbandsvorsitzende der
Sozialistischen Jugend Österreich.

Besonders alarmierend sind die langfristigen Folgen der Teuerung.
57 Prozent der Befragten mussten ihre Freizeit aus finanziellen
Gründen einschränken, mehr als die Hälfte musste ihre Ersparnisse
aufbrauchen oder sich sogar verschulden. Jede fünfte Person konnte
eine Aus- oder Weiterbildung aus Kostengründen nicht beginnen oder
fortsetzen.

„Wer jungen Menschen Perspektiven geben will, muss soziale
Ungleichheit bekämpfen, statt weiter auf Kosten der jungen Generation
zu sparen. Wenn junge Menschen aus finanziellen Gründen auf Bildung
verzichten müssen, dann ist das ein politisches Versagen. Statt
Milliardenvermögen weiter zu verschonen, braucht es endlich
Investitionen in leistbares Wohnen, kostenlose Bildung und soziale
Sicherheit. Die Zukunft junger Menschen darf nicht am Kontostand der
Eltern scheitern“, fordert Zivkovic.

„Die Studie zeigt einmal mehr: Armut bedeutet weit mehr als ein
leeres Konto. Sie entscheidet darüber, welche Chancen junge Menschen
haben, wie gesund sie sind und ob sie zuversichtlich in ihre Zukunft
blicken können. Wer den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und
Politikverdrossenheit bekämpfen will, muss endlich soziale
Gerechtigkeit ins Zentrum seiner Politik stellen“ , so Zivkovic
abschließend.