Haarentfernung

Pröll: KI zieht in den elektronischen Akt ein

Wien (OTS) – Die österreichische Bundesverwaltung setzt den nächsten
Schritt ihrer
Public-AI-Initiative: Mit „KI im ELAK“ wird Künstliche Intelligenz
erstmals direkt in den elektronischen Akt der Bundesverwaltung (ELAK)
integriert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können damit künftig
Informationen aus Akten und Dokumenten schneller erschließen, Inhalte
zusammenfassen und Fragen unmittelbar innerhalb ihrer gewohnten
Arbeitsumgebung bearbeiten. Technische Grundlage ist die zentrale
souveräne KI-Infrastruktur des Bundesrechenzentrums (BRZ).

Damit geht Public AI in die nächste Entwicklungsphase: Nach
zentral verfügbaren KI-Services wie GovGPT wird Künstliche
Intelligenz nun unmittelbar in bestehende Verwaltungsprozesse und
Fachanwendungen eingebunden.

„Mit Public AI bringen wir Künstliche Intelligenz dorthin, wo sie
im Verwaltungsalltag konkret Zeit spart und die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter entlastet. Mit ‚KI im ELAK‘ müssen umfangreiche Akten und
Dokumentensammlungen nicht mehr Seite für Seite durchsucht werden –
die relevanten Informationen können gezielt erschlossen und
zusammengefasst werden. So bleibt mehr Zeit für die fachliche Arbeit
und für bessere Services für die Bürgerinnen und Bürger. Die
Integration in den ELAK ist daher ein wichtiger nächster Schritt auf
dem Weg zu einer modernen und leistungsfähigen Verwaltung“, betont
Staatssekretär Alexander Pröll .

KI unterstützt direkt bei der täglichen Aktenarbeit
„KI im ELAK“ ist unmittelbar in die bestehende Arbeitsumgebung
eingebettet und unterstützt bei drei zentralen Aufgaben:

1. Chat mit der ELAK-Hilfe:
Fragen zur Bedienung des elektronischen Akts können auf Basis der
offiziellen Hilfestellungen und Leitfäden direkt beantwortet werden.

2. Chat mit dem Teamroom:
Die KI kann Dokumente einer gemeinsamen Online-Dokumentenablage
durchsuchen, relevante Informationen identifizieren und Inhalte aus
mehreren Dokumenten zusammenfassen.

3. Chat mit dem Akt:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Fragen zu einem konkreten Akt
stellen und sich dessen wesentliche Inhalte strukturiert erschließen
lassen. Das unterstützt insbesondere bei umfangreichen Verfahren, bei
Vertretungen oder bei der Übernahme neuer Aufgaben.

Besonderes Potenzial besteht überall dort, wo große
Informationsmengen rasch verarbeitet und nachvollziehbar aufbereitet
werden müssen – etwa bei der Bearbeitung von
Informationsfreiheitsanfragen oder parlamentarischen Anfragen .

Rollout bis Ende 2026
Die Einführung von „KI im ELAK“ startet schrittweise in den nächsten
Wochen und in enger Abstimmung mit den Ministerien, obersten Organen
und weiteren teilnehmenden Organisationen. Der Rollout soll bis Ende
2026 abgeschlossen sein. Begleitet wird die Einführung durch
technische Onboardings, Schulungsunterlagen, Dokumentationen und
Videos sowie Webinare für ELAK-Leituserinnen und -Leituser. Damit
soll sichergestellt werden, dass die neuen Funktionen möglichst
einfach und verantwortungsvoll in den Arbeitsalltag integriert werden
können.

Public AI: Von gemeinsamer Infrastruktur zu konkreten Anwendungen
Mit Public AI verfolgt die Bundesregierung einen gemeinsamen Ansatz
für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen
Verwaltung. Statt für einzelne Anwendungsfälle jeweils eigene
technische Lösungen aufzubauen, werden gemeinsame Grundlagen und KI-
Services geschaffen, die sicher, souverän und skalierbar für
unterschiedliche Verwaltungsbereiche eingesetzt werden können. Eine
zentrale technologische Basis dafür ist das vom Bundesrechenzentrum
betriebene „LLM as a Service“ (LLMaaS).

Erste Public-AI-Anwendungen bereits im Einsatz
2026 wurde diese gemeinsame Infrastruktur erstmals breit in konkrete
Anwendungen überführt. Mit GovGPT steht der Bundesverwaltung eine
geschützte KI-Arbeitsumgebung unter anderem für Textarbeit,
Dokumentenzusammenfassungen und die Arbeit mit eigenen Wissensquellen
zur Verfügung. GovGPT steht aktuell bereits rund 20.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundesverwaltung zur Verfügung
und wird schrittweise in weiteren Bundesministerien ausgerollt. Mit
ida, der intelligenten digitalen Assistenz auf
https://www.oesterreich.gv.at/de und https://www.id-austria.gv.at/de
, ist Public AI zugleich erstmals direkt für Bürgerinnen und Bürger
nutzbar.

Der gemeinsame Ansatz wurde auch mehrfach ausgezeichnet: Die
Public-AI-Initiativen von Bundeskanzleramt und BRZ erreichten beim
25. eGovernment-Wettbewerb in Berlin den ersten Platz in der
Kategorie „Digitalisierungsschub durch KI und moderne Infrastruktur“
und wurden zudem mit dem eAward in der Kategorie „Services und
Prozesse“ ausgezeichnet.

Ausblick: KI wird schrittweise in Verwaltungsprozesse integriert
Mit „KI im ELAK“ beginnt nun die nächste Phase: Künstliche
Intelligenz wird nicht mehr nur als eigenständiges Service angeboten,
sondern unmittelbar in bestehende Fachanwendungen und Arbeitsprozesse
integriert. Der Rollout startet schrittweise und soll bis Ende 2026
abgeschlossen werden.

Weitere Anwendungen sind bereits in Vorbereitung. Dazu zählt die
KI-unterstützte Reisebelegprüfung: Bei jährlich rund 1,3 Millionen
Dienstreisen im Bund sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig
bei der Eingabe und Prüfung von Reisebelegen unterstützt werden; ein
Testbetrieb ist bis Ende 2026 vorgesehen. Ebenfalls vorbereitet
werden eine sichere Transkriptions-KI sowie ein KI-Assistent zur
Unterstützung der Verwaltung bei der Bearbeitung parlamentarischer
Anfragen. Auch bestehende digitale Angebote für Bürgerinnen und
Bürger sowie Unternehmen – darunter das Rechtsinformationssystem (RIS
), das Unternehmensserviceportal (USP) und
https://www.data.gv.at/home?locale=de – sollen schrittweise um
geeignete KI-Funktionalitäten erweitert werden.