Pools befüllen mit Verantwortung

Wien (OTS) – Ein eigener Pool steht für sommerliche Lebensqualität:
Erfrischung,
Freizeitvergnügen und ein Stück Urlaub im eigenen Garten.
Gleichzeitig stellt das Befüllen privater Pools die Wasserversorgung
– insbesondere im Frühjahr und in Trockenperioden – vor zunehmende
Herausforderungen. Zum Auftakt der Poolfüll-Saison macht die
Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) daher
mit einer österreichweiten Radiokampagne, begleitenden Social-Media-
Aktivitäten sowie einem Erklärvideo auf www.unsertrinkwasser.at auf
diese Problematik aufmerksam.

Zwtl.: So befüllt man Pools richtig.

Werden viele Pools im Frühjahr gleichzeitig sommerfit gemacht, so
werden diese meist stoßartig befüllt und die Wasserentnahme steigt
dabei sprunghaft an. Die Folge kann ein Druckabfall im Leitungsnetz
sein. Bei kleineren Wasserversorgern besteht im Extremfall sogar die
Gefahr, dass Wasserspeicher leerlaufen und die Versorgung zeitweise
ausfallen kann. Mit folgenden einfachen Maßnahmen lässt sich die
Situation jedoch deutlich entschärfen:

1.

Private Poolbesitzer sollten sich bei ihrem Wasserversorger über
mögliche Vorgaben informieren (z B. Poolfüllkalender).

2.

Für die Befüllung des Pools ist ausschließlich der Hausanschluss
zu verwenden.

3.

Die Befüllung sollte nach Möglichkeit nachts erfolgen, wenn der
Gesamtverbrauch geringer ist.

„Diese Maßnahmen sind zwar nicht für alle Wasserversorger
relevant, aber für die Wasserversorger, die es trifft, sind es
geeignete Mittel diesen Entnahmestoß zu koordinieren bzw. besser
bewältigen zu können. Es sind kleine Schritte mit großer Wirkung.
Denn nur wenn die Entnahme kontrolliert erfolgt, bleibt die
Versorgung stabil“ , so ÖVGW-Vizepräsident Mag. Nikolaus Sauer ,
Sprecher der Wasserversorger.

Zwtl.: Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit langfristig zu
garantieren.

Um die Wasserversorgung langfristig zu sichern, sind weitere
Investitionen erforderlich – sowohl in die Instandhaltung als auch in
den Ausbau der bestehenden Infrastruktur, etwa beim Rohrnetz, bei
Speicheranlagen und Verbindungsleitungen.

„Gleichzeitig ist es wichtig, die Versorgung breiter
aufzustellen, etwa durch Erschließung zusätzlicher Wasserspender (
Quellen und Brunnen). Der Ausbau und Erhalt der wichtigen
Infrastruktur ist jedoch kostenintensiv und erfordert Anreize und
Lenkungsmaßnahmen durch eine Kofinanzierungen seitens der
öffentlichen Hand. Nicht zuletzt ist auch ein stärkeres Bewusstsein
in der Bevölkerung und anderen Wassernutzern für einen
verantwortungsvollen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser für
die Versorgungssicherheit mitentscheidend“ , betont ÖVGW-
Vizepräsident Nikolaus Sauer .

Zwtl.: ÖVGW

Die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW
) ist die einzige, unabhängige und freiwillige Interessensvertretung
für die österreichischen Trinkwasserversorger. Sie zählt über 308
Unternehmen aus dem Wasserbereich zu ihren Mitgliedern. Über
Kooperationen mit Landesverbänden vertritt die ÖVGW mehr als 2.000
Wasserversorger. Diese beliefern rund 80 % der zentral versorgten
Bevölkerung mit Trinkwasser. Das österreichische Trinkwasser wird zu
100 % aus Grundwasser (Brunnen und Quellen) gewonnen, welches
Großteils nicht aufbereitet werden muss. Für die ÖVGW steht daher der
Schutz des Grundwassers und die sichere Versorgung der Bevölkerung
mit gesundem, hochqualitativem Trinkwasser in Zeiten des Klimawandels
im Fokus.