ÖVP – Korosec/Gorlitzer: WPPA-Bericht ist Armutszeugnis für WIGEV

Wien (OTS) – Der heute vorgelegte Tätigkeitsbericht 2025 der Wiener
Pflege-,
Patientinnen- und Patientenanwaltschaft (WPPA) offenbart ein
erschütterndes Bild: Abgewiesene Patienten, unterversorgte Kinder,
explodierende Wartezeiten – und eine SPÖ-Neos-Stadtregierung, die
seit Jahren zusieht. „Dieser Bericht ist die schonungslose Bilanz
einer verfehlten Gesundheitspolitik“, so Gemeinderätin Ingrid
Korosec, Gesundheitssprecherin der Wiener Volkspartei eingangs.

Zwtl.: Abgewiesen – während der Behandlung

Über 100 Beschwerden verzeichnete die WPPA 2025 zur Gastpatienten
-Thematik. Langjährige Patienten wurden wegen ihres Wohnsitzes
außerhalb Wiens mitten in laufenden Behandlungen abgewiesen, bereits
fixierte OP-Termine kurzfristig gestrichen. Die WPPA hält
unmissverständlich fest: Das politische Aussitzen dieses Konflikts
ist keine akzeptable Lösung. „Patienten, die jahrelang in Wien
behandelt wurden, werden von einem Tag auf den anderen abgewiesen –
nicht wegen ihres Gesundheitszustands, sondern wegen ihrer
Postleitzahl. Das ist nicht hinnehmbar“, erklärt Gemeinderat Michael
Gorlitzer.

Zwtl.: Kinder und Schwerstkranke: SPÖ-System lässt Patienten im Stich

Nur rund ein Fünftel der Wiener Kinder mit Autismus-Spektrum-
Störung wird laut WPPA entsprechend gefördert. Für Long-Covid- und
ME/CFS-Patientinnen gibt es weder im stationären noch im
niedergelassenen Bereich ausreichende Versorgung – eine
spezialisierte Ambulanz ist frühestens 2027 geplant. „Eine
bettlägerige Patientin, der ein Gericht Pflegestufe 4 zugesprochen
hat, bekommt von der PVA einen Bescheid: kein Pflegebedarf. Sie wird
heute palliativ betreut. Das ist kein bürokratischer Fehler – das ist
Systemversagen“, so Korosec.

Zwtl.: Wer sich beschwert, wird bestraft

Patienten, die ihr gesetzlich verankertes Beschwerderecht
wahrnahmen, wurden von WIGEV-Kliniken unter Berufung auf ein
„gestörtes Vertrauensverhältnis“ abgewiesen – in einem Fall wurde die
Beschwerde sogar in der Krankengeschichte vermerkt. Die WPPA stellt
klar: Das ist unzulässig. „Wer in Wien sein Recht auf eine Beschwerde
wahrnimmt, riskiert, nicht mehr behandelt zu werden. Das ist ein
Skandal, den SPÖ-Stadtrat Hacker sofort abstellen muss.
Patientenrechte sind keine Verhandlungsmasse“, führt Gorlitzer aus.

Zwtl.: Wartezeiten mit Konsequenzen – und weitere Kürzungen geplant

18 Monate Wartezeit für einen HNO-Eingriff bei einem Kind. Eine
Herzklappen-OP, die monatelang immer wieder kurzfristig abgesagt
wurde. Ein Kleinkind, dessen Fingerendglied nicht gerettet werden
konnte, weil Wien keine freien Kapazitäten hatte. Die Antwort der SPÖ
-Neos-Stadtregierung: weitere Bettenkürzungen im Strukturplan 2025
–2030. „Der WPPA-Bericht dokumentiert schwarz auf weiß, was passiert,
wenn Gesundheitspolitik zur Ankündigungspolitik verkommt: Patienten
warten, leiden – und werden bestenfalls vertröstet. SPÖ-Stadtrat
Hacker trägt die Verantwortung, und er muss sie endlich wahrnehmen“,
so Korosec und Gorlitzer abschließend.