Klagenfurt (OTS) – Mit der nun fixierten Befreiung von
Allrad-Pick-ups von der
Normverbrauchsabgabe (NoVA) setzt die Bundesregierung eine Forderung
der Wirtschaft um: „Besonders Betriebe in Gewerbe und Handwerk sind
im alpinen Bereich oft auf diese Fahrzeuge angewiesen, da sie eine
hohe Zuladungskapazität, Geländetauglichkeit und einen Allradantrieb
kombinieren“, erklärt WK-Präsident Jürgen Mandl, der eine
entsprechende Anpassung schon im Juli gefordert hatte.
Erleichert zeigt sich jetzt auch Peter Storfer, Obmann der Sparte
Gewerbe und Handwerk: „Das ist ein Erfolg für viele Unternehmen in
Kärnten und ganz Österreich. Allrad-Pick-ups sind für zahlreiche
Betriebe unverzichtbar – sei es auf Baustellen, in der Forst- und
Landwirtschaft oder auch im Handwerk. Dass diese Fahrzeuge bisher
durch die NoVA massiv benachteiligt wurden, war schlicht eine
Diskriminierung. Mit der Befreiung wird endlich die Realität
anerkannt: Diese Fahrzeuge sind Arbeitsgeräte und keine Luxusautos.“
Die Wirtschaftskammer Kärnten hat in der Vergangenheit auf die
unfaire Belastung hingewiesen und die Abschaffung eingefordert. „Wir
haben uns dazu deutlich geäußert, weil die Politik den Ernst der Lage
lange nicht verstanden hat. Umso erfreulicher ist es, dass nun
endlich eine Lösung gefunden wurde, die die Betriebe entlastet und
die Wettbewerbsfähigkeit stärkt“, betont Storfer.
Bereits seit dem 1. Juli sind in Österreich rund 30.000 leichte
Nutzfahrzeuge der Klasse 1 mit drei bis zehn Sitzplätzen und einem
höchstzulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen von der NoVA befreit.
Nach intensiven Verhandlungen gelten auch zweireihige Pick-ups mit
permanentem Allradantrieb nicht mehr als Luxus und sind ab heute
ebenfalls von der NoVA befreit. Für die betroffenen Unternehmen
bedeutet dies eine spürbare finanzielle Entlastung von 10.000 bis
20.000 Euro. Gleichzeitig ist dieser Erfolg auch ein klares Signal,
dass die konsequente Arbeit der Wirtschaftskammer zu deutlichen
Verbesserungen für die heimischen Unternehmen und die Wirtschaft
insgesamt führt.