Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Niederösterreich

St. Pölten (OTS) – Unter dem Motto „Aufbruch – Unternehmertum
stärken“ stand der
Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Niederösterreich, der gestern,
Freitag, im Palais Niederösterreich stattfand. An der Spitze der
Ehrengäste begrüßte Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Wirtschaftsminister Wolfgang
Hattmannsdorfer, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Jochen
Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, unter
den Gästen aus Wirtschaft, Politik, Sozialpartnerschaft,
Einsatzorganisationen und Medien.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner blickte im Interview mit
Moderatorin Kristina Sprenger auf 2025 zurück: „Der Zusammenhalt hat
uns durch dieses schwierige Jahr 2025 getragen. Gerade in dieser
schwierigen Situation haben unsere Unternehmerinnen und Unternehmer
Stärke gezeigt und haben alles getan, um Arbeitsplätze, Wohlstand und
Wertschöpfung im Land zu halten.“ Man müsse mit Mut und Optimismus in
das Jahr 2026 gehen, setzte sie fort: „Das Wichtigste ist, unsere
Leistungsfähigkeit und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“
Niederösterreich tue dafür alles, was ein Land tun kann, so Mikl-
Leitner: „Ich denke hier an unsere groß angelegte Verwaltungsreform,
mit der wir jedes sechste Landesgesetz entbürokratisiert haben und
die Landesverwaltung rascher und vor allem auch bürgernäher gemacht
haben.“ Sie denke auch an die Betriebsanlagengenehmigungsverfahren,
„die ab jetzt um 30 Prozent noch schneller werden und wo es ab jetzt
einen konkreten Ansprechpartner gibt, der von Anfang bis zum Schluss
die Verantwortung trägt, dass das
Betriebsanlagengenehmigungsverfahren schnell vonstattengeht.“ Mikl-
Leitner nannte aber auch den gesamten Digitalisierungsprozess, mit
dem man Unternehmen unterstütze oder die Wissenschaft. „Aber die
großen Hebel liegen im Bund“, so die Landeshauptfrau, einige gute
Maßnahmen seien bereits gesetzt, einige müssten noch folgen: „Wir
müssen die Lohnnebenkosten bis Anfang 2027 senken.“ Bei der
Strompreisreduktion habe man gute Anfänge gemacht, „aber ganz wichtig
für die Industrie ist der Industriestrompreis, der bis 2030
verlängert werden muss – ganz nach dem Beispiel von Deutschland.“
Drittens müssten „weitere Entbürokratisierungsschritte gesetzt
werden“, sagte Mikl-Leitner: „Ganz nach dem Motto „Entfesseln und
mehr unternehmerische Freiheit“.“

Die Wirtschaft erhole sich nur langsam, sagte Gastgeber Wolfgang
Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, und: „Viele
Unternehmerinnen und Unternehmer kämpfen derzeit nicht mit Wachstum,
sondern um Stabilität, um Planbarkeit und Zuversicht.“ Manches sei
international bedingt, manches hausgemacht, so Ecker: „Genau dort
müssen wir ansetzen. Denn eines ist klar: Wirtschaft ist immer Teil
der Lösung. Wir brauchen wieder mehr unternehmerische Freiheit, wir
brauchen mehr Verlässlichkeit und Planbarkeit, wir brauchen eine
Entbürokratisierung, die ihren Namen verdient.“ Für all das brauche
es laut Ecker „eine starke Stimme: die Wirtschaftskammer.“

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer erklärte, es müsse
gelingen, dass „2026 das Jahr der Wirtschaft, der Leistung, des
Wettbewerbs und der Zuversicht wird.“ Drei Punkte habe er sich dafür
2026 vorgenommen: „Hauptthema ist die Energie: Die größte
Strommarktreform ist ab dem Jahreswechsel in Kraft, das werden die
Unternehmen bei der ersten Stromrechnung spüren.“ Außerdem werde er
eine Industriestrategie präsentieren: „Niederösterreich hat es
vorgemacht: Auch die Republik braucht ein klares Zielbild, wo die
Industrie wachsen kann. Und als dritten Schwerpunkt planen wir eine
große Reform der Gewerbeordnung im Anlagenrecht.“

Traditionell waren die niederösterreichischen Rauchfangkehrer,
angeführt von Innungsmeister Matthias Vetiska, Glücksbringer des
Empfangs: „Glück ist mit den Tüchtigen, alle Unternehmerinnen und
Unternehmer sind die Tüchtigen, deshalb wünschen wir alles Gute und
Glück für 2026.“