Neues Leben für gebrauchte Granitsteine

Wien (OTS) – Granit gilt als besonders langlebig und
widerstandsfähig, stellt
jedoch eine nur begrenzt verfügbare Ressource dar. Daher werden von
Seiten der Stadt Wien Pflastersteine aus Granit konsequent und
mehrfach wiederverwendet. Müssen sie im Zuge von Straßensanierungen
und Umbauten aber ausgesondert werden, setzt die Stadt mit der
Abteilung Zentraler Einkauf und Logistik (MA 54) im Sinne der
Kreislaufwirtschaft gezielt auf den Verkauf und dann einer
anschließenden Wiederverwertung der gebrauchten Steine – ein klares
Bekenntnis zu Ressourcenschonung und nachhaltigem Handeln.

Nach fachgerechter Demontage im Zuge von Umbauarbeiten durch die
Magistratsabteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) lassen
sich viele Steine reinigen, schneiden und besonders gut für neue
Einsatzzwecke im Straßen-, Garten- und Landschaftsbau (z.B. für
Treppenstufen, Einfassungen, Wegpflasterung u.v.m., sowie auch für
denkmalgerechte Sanierungen) wiederverwenden.

Daher sucht die MA 54 gezielt nach Unternehmen, die auf die
Aufbereitung und den Wiedereinbau spezialisiert sind.

„Das ist für uns gelebte Kreislaufwirtschaft im Sinne unserer
Kreislaufwirtschafts-Strategie: Ein wertvoller Naturbaustoff kann
weiter genutzt werden und es fallen keine Entsorgungskosten an“,
betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.

„Die Wiederverwendung von Granit erspart den Abbau weiterer
Rohstoffe, reduziert Abfall und vermeidet Emissionen, die mit Abbau
und neuer Produktion verbunden wären. Gleichzeitig werden, um den CO2
-Austoß beim Transport so gering wie möglich zu halten,
ausschließlich Betriebe im Inland zur Legung eines Kaufangebotes
eingeladen, die diese Materialien aufbereiten und weiterverwenden,“
erklärt Abteilungsleiter Herbert Aschenbrenner.

„Ob auf der Mariahilfer Straße, der Meidlinger Hauptstraße oder
am Graben – Wiens Straßen und Plätze sind vielfach mit Granit
gestaltet. Seine außergewöhnliche Langlebigkeit macht Granit sowohl
wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll, besonders wenn
bestehende Steine wiederverwendet werden. Werden Materialien dennoch
ausgesondert, schafft ihr Weiterverkauf einen doppelten Mehrwert:
Wertvolle Ressourcen bleiben im Kreislauf und öffentliche Mittel
werden durch eine wirtschaftliche Nachnutzung geschont“, so Thomas
Keller, Abteilungsleiter der MA 28.

Der Verkauf erfolgt nach transparenten Kriterien: Herkunft und
Zustand der Steine werden dokumentiert, Mengen und Qualitäten
kommuniziert, und für interessierte Unternehmen sind Besichtigungen
möglich.

Ziel ist es, Materialien wieder in einen wirtschaftlich
sinnvollen Kreislauf zu bringen: 2025 wurden im Fall der Granitstein-
Verkäufe bereits 3.700 Tonnen verkauft — ein Beitrag, der die Ziele
des Wiener Klimafahrplans unterstützt, ein zirkuläres Wien fördert
und Entsorgungskosten der Stadt Wien effektiv erspart.

Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter
https://presse.wien.gv.at/bilder abrufbar. (Schluss)