Neues Haus der Geschichte Österreich (hdgö): Vizekanzler Andreas Babler hält an Übersiedlungsplänen fest

Wien (OTS) – Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien
und Sport und
Vizekanzler Andreas Babler als zuständiger Fachminister halten nach
einer internen Evaluierung an der Übersiedlung des hdgö in das
Museumsquartier fest. Die Planungen sind weit gediehen, die
Entwurfsplanung ist abgeschlossen. Die derzeit in Vorbereitung
befindliche Baugenehmigung hat eine Gültigkeit von vier Jahren und
bietet damit reichlich Zeit für inhaltliche Überlegungen – etwa im
Kontext aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen wie
beispielsweise des besorgniserregenden Anstiegs von Antisemitismus
und der Verbreitung autoritären Gedankenguts.

„Der neue Standort mit rd. 3.000m² Ausstellungs- und
Vermittlungsfläche bietet auch die Möglichkeit, sich intensiv dem
düstersten Kapitel der österreichischen Zeitgeschichte zu widmen, der
Shoah“, betont Vizekanzler Babler. Der Holocaust ist Teil der
Geschichte Österreichs und damit auch im Kontext eines mittelfristig
eigenständigen Bundesmuseums Haus der Geschichte Österreich zu
denken.

Für Diskussion sorgte im vergangenen Jahr auch der künftige
Umgang mit dem Altan der Neuen Burg sowie dem Heldenplatz. „Der Altan
und der Heldenplatz sind für mein Demokratieverständnis wesentliche
Orte. Der Altan muss daher ein Ort für die demokratiepolitische
Bildung werden. Ich kann mir vorstellen, dass die neu geschaffene
Koordinierungsstelle für Gedenkkultur unter Einbindung der
wesentlichen Stakeholder dafür federführend tätig wird“, so
Vizekanzler Babler.

Im Ministerratsvortrag vom November 2023 wurden Gesamtkosten iHv
39,29 Mio. Euro geschätzt. Der faktische Baubeginn steht allerdings
noch unter Budgetvorbehalt. Eine zeitliche Streckung des Projektes
ist daher möglich. Die Kosten bis zur Baugenehmigung belaufen sich
auf rund 2,5 Mio. Euro seitens des Museumsquartiers, dazu kommen
Personal- und Infrastrukturkosten und externe Dienstleistungen in
Höhe von rund 0,9 Mio. Euro auf Seiten der ÖNB.

Das aktuelle Projekt wird dem wissenschaftlichen Beirat des hdgö
am 21. Jänner präsentiert und auch noch dessen Expertise eingeholt.