Wien (OTS) – „Dass Bildungsminister Christoph Wiederkehr bundesweit
einheitliche
Qualitäts- und Mindeststandards für Kindergärten gesetzlich verankern
will, begrüße ich ausdrücklich“, sagt Barbara Neßler, Kinder- und
Familiensprecherin der Grünen. „Gleiche Qualität im Kindergarten darf
nicht länger vom Wohnort abhängen. Einheitliche Standards bei
Betreuungsschlüsseln, Gruppengrößen, Ausbildung und Pädagogik sind
ein zentraler Hebel für bessere Bildungschancen und für die
Entlastung von Familien in ganz Österreich.“
Besonders wichtig sei dabei der Fokus auf Qualität und Personal.
„Der aktuelle Flickenteppich bei Berufsprofilen und
Ausbildungsanerkennungen schadet nicht nur den Pädagog:innen und
Assistent:innen, sondern verschärft auch den Personalmangel.
Einheitliche Qualitätsstandards und klare Berufsgruppen sind daher
dringend notwendig“, so Neßler.
Für Eltern – und hier vor allem für Mütter – seien gute
Qualitätsstandards aber nur dann wirksam, wenn sie auch mit
ausreichenden Betreuungsangeboten und Öffnungszeiten verbunden sind.
„Was nützen gute pädagogische Konzepte, wenn Kindergärten zu Mittag
zusperren oder es gar keinen Platz gibt? Dann bleibt Kinderbetreuung
weiterhin Privatsache – und das trifft insbesondere Frauen“, betont
Neßler.
„Ein bundesgesetzlicher Rahmen ist ein wichtiger Schritt.
Entscheidend ist aber, dass die Länder die vorhandenen Bundesmittel
endlich vollständig nutzen. Seit Jahren ist klar, was es braucht.
Trotzdem hängt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch immer vom
Wohnort ab“, kritisiert Neßler. „Wir Grüne haben daher einen Drei-
Punkte-Plan für verlässliche Kinderbetreuung vorgelegt, der die
angekündigten Qualitätsstandards sinnvoll ergänzt“, hält Neßler fest
und verweist dabei auf die Forderungen der Grünen nach 50.000 neuen
Kindergartenplätzen bis 2030, einem Rechtsanspruch auf einen
Kindergartenplatz ab dem ersten Geburtstag sowie flächendeckend
familienfreundlichen Öffnungszeiten.