Moosbrugger: Schluss mit inakzeptablem ideologischem Schmierentheater

Wien (OTS) – Angesichts der nach wie vor andauernden Verhandlungen
über
Dürrehilfen für betroffene bäuerliche Betriebe kritisiert
Landwirtschaftskammer Österreich-Präsident Josef Moosbrugger :
„Entweder ist der SPÖ das enorme Ausmaß dieser größten
Dürrekatastrophe seit Aufzeichnungsbeginn wirklich nicht bewusst oder
sie ignoriert es absichtlich. Anders kann ich mir dieses
inakzeptable, ideologisch verfehlte Schmierentheater nicht mehr
erklären. Das vielgerühmte soziale Gewissen sollte nicht nur für die
eigene Stammwählerschaft, sondern für alle Menschen gelten, so auch
für unsere ganz Österreich versorgenden, hart arbeitenden
Bauernfamilien.“

„Es muss endlich Schluss mit dieser elenden Taktiererei sein und
im Sinne aller bäuerlichen Familienbetriebe, die von dieser
Dürrekatastrophe hart getroffen worden sind, gehandelt werden. Viele
Bauernfamilien stehen vor existenzbedrohenden Herausforderungen und
haben weder Zeit, Verständnis noch Nerven für irgendein
parteipolitisches Herumgetue“, ärgert sich Moosbrugger und drängt auf
dringend notwendige Erste-Hilfe-Maßnahmen, um die Betriebe liquid und
somit wirtschaftlich am Leben zu halten.

„Die in manchen Fraktionen handelnden Personen sollen sich einmal
die Mühe machen, ihre parteipolitischen Überlegungen etwa mit einem
Ackerbauern zu diskutieren, der nach drei Jahren mit hohen Kosten und
schlechten Erzeugerpreisen nun vor dem Totalausfall der Herbsternte
steht. Oder sie sollten mit einer Rinderhalterin reden, die nicht
weiß, wie sie ihre Tiere über den Winter bringen kann. Wir tun das
jeden Tag und erleben massive Betroffenheit in allen Sparten. Die
Einbußen und die Verzweiflung sind enorm und auch die beste
Versicherung deckt nur einen Teil der Schäden ab“, gibt der LKÖ-
Präsident zu bedenken.

„Gleichzeitig möchte ich nochmals irgendwelchen Fantasien zur
Geldumverteilung innerhalb der Bauerngelder eine klare Absage
erteilen. Der ‚Agrardiesel‘ etwa, den es in fast allen EU-
Mitgliedstaaten gibt, dient einzig und allein dazu, mehr
Wettbewerbsfairness auf offenen europäischen Märkten zu erzeugen,
also damit unsere Bäuerinnen und Bauern nicht höhere Treibstoffkosten
haben als ihre EU-Kollegen. Es wäre keine Hilfe, sondern vielmehr
eine Provokation, den Landwirtinnen und Landwirten in einem Bereich
unverzichtbare Mittel wegzunehmen, um ihnen diese dann woanders
wiederzugeben und das auch noch als Unterstützung zu bezeichnen“,
kritisiert Moosbrugger.

„Neues, zusätzliches Geld für die betroffenen Bauernfamilien ist
gefordert, damit diese weiterhin ihren Lebensunterhalt bestreiten und
diese Notsituation überbrücken können. Jetzt muss es primär einmal
darum gehen, wie den Familien schnell und spürbar geholfen werden
kann. Alle Teile der Regierung müssen sich ihrer Verantwortung für
die Bauernfamilien und die Versorgungssicherheit bewusst sein und
handeln. Wenn das manche nicht verstehen können oder wollen, braucht
es am Ende eine klare, rasche Entscheidung der Regierungsspitze.
Schließlich geht es um zentrale Zukunftsfragen Österreichs“, fordert
der LKÖ-Präsident.