Marlene Svazek: Endlich klare Regeln für Nikotinbeutel – Salzburg war hier Vorreiter im Jugendschutz

Salzburg (OTS) – Die ab morgen in Kraft tretenden Verschärfungen bei
Nikotinbeuteln
und E-Zigaretten werden von Salzburgs Jugendschutz-Landesrätin LH-
Stv. Marlene Svazek grundsätzlich begrüßt. Gleichzeitig verweist
Svazek darauf, dass Salzburg bereits frühzeitig auf die Problematik
aufmerksam gemacht und einheitliche diesbezügliche Regelungen vom
Bund eingefordert hatte: „Wir haben bereits 2023 klar darauf
hingewiesen, dass Nikotinbeutel und moderne E-Zigaretten ein massives
Einfallstor für junge Menschen in die Nikotinabhängigkeit darstellen
und das auf der Länderkonferenz 2024 erneut bekräftigt. Dass es hier
lange keine einheitlichen und klaren gesetzlichen Vorgaben gab, war
aus Sicht des Jugendschutzes nicht akzeptabel“, betont Svazek und
führt aus: „Unser Ziel war es von Anfang an, rechtliche Schlupflöcher
zu schließen und neue Nikotinprodukte nicht länger unreguliert zu
lassen. Wer Nikotin verkauft, darf sich nicht durch Produkttricks der
Verantwortung entziehen genau deshalb haben wir die Erweiterung des
Begriffes Tabakwaren auf nikotinhaltige Produkte umgesetzt“, erinnert
Svazek an das Nikotinbeutelverbot für Unter-18-Jährige, das in
Salzburg frühzeitig umgesetzt worden ist.

Umso wichtiger sei es, dass jetzt endlich Bewegung in die Sache
kommt. Klare Altersgrenzen, strengere Verkaufsregeln und ein Ende der
gezielten Ansprache von Jugendlichen sind längst überfällig. Kritisch
sieht Svazek jedoch, dass wertvolle Zeit verloren gegangen sei: „Der
Markt hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Vor allem bei
bunten Einweg-Vapes und aromatisierten Nikotinprodukten, die ganz
bewusst auf junge Zielgruppen zugeschnitten sind. Hier hätte es schon
längst ein konsequentes Eingreifen gebraucht“, spricht die
Freiheitliche von einer Generation, die man durch Verzögerung der
Nikotinsucht ausgesetzt habe.

Neben strengeren gesetzlichen Rahmenbedingungen fordert Svazek
vor allem eine konsequente Umsetzung: „Entscheidend ist, dass die
neuen Regeln auch tatsächlich eingehalten und kontrolliert werden.
Jugendschutz darf nicht auf dem Papier enden. Es braucht klare
Kontrollen, spürbare Konsequenzen und eine starke Präventionsarbeit“,
verweist die Freiheitliche etwa auf verstärkte Überprüfungen von
Automatenshops, die ihr Ressort angeordnet habe und die auch zu
vermehrten Anzeigen und Strafen geführt hätten. Abschließend stellt
Marlene Svazek klar, dass Nikotinprodukte keine harmlosen Lifestyle-
Gadgets wären, sondern ein ernstzunehmendes Problem, das die
Gesundheit von Jugendlichen und später Erwachsenen erheblich
gefährdet.