St. Pölten (OTS) – Gestern, Montag, fand im Ostarrichisaal des
Regierungsviertels in St.
Pölten ein weiterer „Runder Tisch“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe
„Politik hört zu“ statt. Initiiert von Landesrat Susanne Rosenkranz
stand diesmal das Thema „Stärkung Image Lehre. Berufsorientierung an
den Schulen.“ im Mittelpunkt. Unter dem Vorsitz von Landesrat
Rosenkranz diskutierten gemeinsam mit Landesrätin Christiane Teschl-
Hofmeister Lehrerinnen und Lehrer, Vertreterinnen und Vertreter der
Bildungsdirektion Niederösterreich, der NÖ Wirtschaftskammer sowie
der NÖ Arbeiterkammer.
„Es hat sich in den Gesprächen klar gezeigt, dass die Phase der
Berufsorientierung bei Jugendlichen derzeit noch zu spät ansetzt. Es
wäre auch wünschenswert, dass in den Schulen weitere Initiativen
gesetzt werden. Kinder gehen mit weit weniger Vorurteilen an die
Dinge heran und entdecken gerne Neues. Oft zeigen sich schon in
diesem Alter besondere Fähigkeiten, Interessen und Neigungen. Dabei
geht es nicht nur darum, Lehrlinge zu gewinnen, sondern vor allem
darum, jungen Menschen frühzeitig die Chance zu geben, ihre Berufung
zu entdecken. Gleichzeitig muss das Image der Lehre weiter gestärkt
werden. Dazu braucht es ein gemeinsames Miteinander aller Beteiligten
– von den Schulen über die Sozialpartner bis hin zu den Medien.
Gerade durch positive Beispiele kann aufgezeigt werden, welche
Chancen die Lehre bietet. Zudem ist es wichtig, die große Vielfalt an
Lehrberufen sichtbar zu machen und Jugendliche auch für weniger
bekannte Ausbildungswege zu begeistern. Es gibt grundsätzlich keine
guten oder schlechten Berufe“, stellte Susanne Rosenkranz fest.
Landesrätin Teschl-Hofmeister führte aus: „Schule ist kein
Selbstzweck, sondern hat die Aufgabe, junge Menschen bestmöglich auf
ihr weiteres Leben vorzubereiten. Ein zentrales Thema dabei ist die
Berufsorientierung, die genau an jener Schnittstelle ansetzt, an der
Schülerinnen und Schüler den Übergang von der Schule in die
Berufswelt meistern müssen. Gerade deshalb ist es mir wichtig, heute
gemeinsam den Dialog mit den Lehrpersonen zu führen. Denn
Berufsorientierung ist eine Querschnittsmaterie, die gleichermaßen
die Bildungs- wie auch die Arbeitswelt betrifft. In unseren
Mittelschulen sind bereits zwei Wochenstunden Berufsorientierung in
der Stundentafel verankert – ein klares Signal, wie ernst dieses
Thema ist. Daneben braucht es die enge Zusammenarbeit von Schule und
Wirtschaft. Unser gemeinsames Ziel ist klar: Wir wollen Jugendlichen
jene Unterstützung bieten, die sie brauchen, um ihre Talente zu
entfalten und erfolgreich in ihre Zukunft zu starten.“
Nach intensiver Diskussion und dem Sammeln persönlicher
Erfahrungen und Anregungen erfolgte eine abschließende
Zusammenfassung durch die Landesrätinnen: „Wir konnten auch von der
heutigen Veranstaltung der Reihe ‚Politik hört zu‘ wertvolle Impulse
mitnehmen. Wir müssen verstärkt die Eltern an Bord holen und sie bei
der Berufsorientierung weit mehr einbinden. Bei der Berufsausbildung
wird das Fundament für ein glückliches, selbstbestimmtes und
erfolgreiches Leben gelegt. Deshalb dürfen Bildungs- und Lebenswege
nicht gegeneinander ausgespielt werden. Optimale Berufsorientierung
ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die langfristig
Lebensqualität und Zukunft in Niederösterreich sichern.“
Weitere Informationen im Büro LR Rosenkranz, Pressesprecherin
Elisabeth Schmidt, Telefon: 0676 812 13 797, E-Mail:
[email protected] oder im Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag.
(FH) Dieter Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail
[email protected]