Landesrätin Teschl-Hofmeister präsentierte „ganz besonderen Meilenstein“ der „NÖ Betreuungsoffensive“

St. Pölten (OTS) – Die „NÖ Betreuungsoffensive“ ist die größte
familienpolitische
Initiative in der Geschichte des Landes Niederösterreich: Sie umfasst
die Verringerung der Schließwochen in den Sommermonaten, die
Verkleinerung der Gruppengrößen, kostenlose Tagesbetreuungsangebote
für Kinder bis zum sechsten Lebensjahr und die Öffnung der NÖ
Landeskindergärten für Zweijährige. Neben den vielen Verbesserungen
lautet das große Ziel: Bis Ende 2027 sollen alle zweijährigen Kinder,
die einen Betreuungsplatz benötigen, in Wohnortnähe einen Platz
erhalten. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Landhauskindergarten in
St. Pölten berichtete Familien-Landesrätin Christiane Teschl-
Hofmeister heute, Mittwoch, über den Stand der „NÖ
Betreuungsoffensive“ und den „ganz besonderen Meilenstein“ der
Eröffnung der 600. Gruppe auf dem ambitionierten Weg zum Ziel.

„Seit dem Start der NÖ Betreuungsoffensive wurden bereits mehr
als 600 Gruppen vom Schul- und Kindergartenfonds genehmigt“, betonte
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, dass das ein Beweis dafür
sei, dass Niederösterreich nicht nur die größte
Kinderbetreuungsoffensive seiner Geschichte angekündigt habe, sondern
auch konsequent umsetze. In Niederösterreich habe man sich für einen
eigenständigen Weg entschieden: Während an anderen Orten noch viel
über die Betreuung diskutiert werde, werde in Niederösterreich schon
konkret ausgebaut. „Wir schaffen die notwendigen Betreuungsplätze,
wir unterstützen die Gemeinden und natürlich entlasten wir damit vor
allem die Familien“, so Teschl-Hofmeister.

Begonnen habe diese Erfolgsgeschichte im Herbst 2022 und schon
damals sei klar gewesen, dass man ganz zentrale Maßnahmen brauche.
„Wir wollen die Familien spürbar entlasten, wir wollen Vereinbarkeit
von Familie und Beruf leichter möglich machen und wir wollen vor
allem den Kindern die bestmöglichen Chancen bereiten“, führte die
Landesrätin aus, dass man die gesetzlichen Schließtage deutlich
reduziert, den beitragsfreien Vormittag für Kinder unter drei Jahren
in den Tagesbetreuungseinrichtungen eingeführt, die Aufnahme von
Zweijährigen in den Kindergarten ermöglicht und die Gruppengrößen
verkleinert habe. Teschl-Hofmeister betonte, dass man damit „mehr
Möglichkeiten für Familien“ und „mehr Qualität für unsere Kinder“
schaffe.

Die Kindertagesheimstatistik 2024/25 zeige ganz deutlich, dass
der Weg, den man eingeschlagen habe, wirke. Niederösterreich sei das
Bundesland mit der stärksten Dynamik im Ausbau der Kinderbetreuung,
so seien von österreichweit 360 neu geschaffenen Kindergartengruppen
251 Gruppen in Niederösterreich eröffnet worden. „Rund 70 Prozent
aller neuen Kindergartengruppen in ganz Österreich sind in
Niederösterreich geschaffen worden“, sprach die Landesrätin von einer
„bemerkenswerten Entwicklung“ und betonte einmal mehr: „Es ist die
größte Kinderbetreuungsoffensive in der Geschichte
Niederösterreichs.“

„Insgesamt haben wir mittlerweile 3.592 Kindergartengruppen mit
59.019 betreuten Kindern“, betonte Teschl-Hofmeister, dass das „ein
ganz klarer Höchststand“ sei. „Wir weisen mit 77 Prozent den höchsten
Anteil der ganztägig betreuten Kindergartenkinder auf“. Auch bei den
jüngsten Kindern zeige sich eine positive Entwicklung, führte die
Landesrätin aus, dass die Besuchsquote bei den Drei- bis Fünfjährigen
bei 98,2 Prozent und bei den Zweijährigen bei 82,1 Prozent liege und
man damit in beiden Fällen österreichweit den Spitzenplatz einnehme.
„Bereits 99 Prozent, also fast alle Gemeinden in Niederösterreich,
können zweijährigen Kindern schon einen Betreuungsplatz anbieten“, so
die Landesrätin.

Teschl-Hofmeister sprach auch den wichtigen Indikator der
Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Die sogenannte VIF-
Konformität habe sich bei den Null- bis Zweijährigen seit 2018 von
31,3 auf 62,3 Prozent nahezu verdoppelt, und auch bei den Drei- bis
Fünfjährigen sei der Wert im selben Zeitraum von 20 auf 52,9 Prozent
gestiegen. „Es ist messbar, dass diese Initiative wirkt“, betonte die
Landesrätin das unveränderte Ziel: „Am Vormittag gratis, am
Nachmittag leistbar und bedarfsgerecht möglichst in Wohnortnähe.“ Als
zentrales Element der NÖ Betreuungsoffensive nannte Teschl-Hofmeister
den Schul- und Kindergartenfonds. Für bauliche Maßnahmen habe man die
Förderungen deutlich erhöht, führte die Landesrätin aus, dass das
Land Niederösterreich bis Ende 2027 bei Projekten der NÖ
Betreuungsoffensive knapp 50 Prozent der anerkennbaren Baukosten
übernehme.

Die Landesrätin betonte die „gelebte Partnerschaft“ zwischen dem
Land Niederösterreich und seinen Gemeinden und bedankte sich bei den
Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und Gemeinderätinnen und
Gemeinderäten für die nötige Kraft, die Entschlossenheit und den
Willen. „Es geht um die Zukunft unserer Kinder“ und dahinter stecke
„ein Engagement, das Anerkennung und Respekt verdient“, so Teschl-
Hofmeister.

Von den 750 Millionen Euro Investment kommen 400 Millionen Euro
allein vom Land Niederösterreich; damit unterstütze man nicht nur bei
den Baukosten, sondern auch den laufenden Betrieb. Niederösterreich
sei das einzige Bundesland Österreichs, das die Leiterinnen und
Leiter, die Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen sowie
weiteres pädagogisches Personal in den Landeskindergärten anstelle
und den Gemeinden zur Verfügung stelle. Die Landesrätin betonte in
diesem Zusammenhang auch, dass man Initiativen gesetzt habe, die
Pädagoginnen und Pädagogen bestmöglich fort- und weiterzubilden und
nannte den neuen Lehrgang für Leiterinnen und Leiter; der erste
Lehrgang werde kommende Woche von über 100 engagierten Leiterinnen
und Leitern abgeschlossen. In Hinblick auf den bevorstehenden
Ferienbeginn sagte Teschl-Hofmeister, dass man seitens des Landes
Niederösterreich auch diesen fördere.

Nähere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter
Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail dieter.kraus@
noel.gv.at