Kunst und Kultur als Teil der europäischen Gesundheitsagenda: Universität Mozarteum beteiligt sich am European Culture & Health Hub

Salzburg (OTS) – Psychische Belastungen, Einsamkeit und eine alternde
Bevölkerung
stellen Europa vor große gesellschaftliche Herausforderungen.
Gleichzeitig zeigen zahlreiche Studien, dass Kunst und Kultur das
psychische Wohlbefinden stärken, soziale Verbundenheit fördern und
die Resilienz von Gemeinschaften erhöhen können. Dieses Potenzial
soll künftig stärker in europäische Gesundheitsstrategien einfließen.

Vor diesem Hintergrund startet der European Culture and Health
Hub (ECHH) – ein von der Europäischen Union im Rahmen von Horizon
Europe mit rund zwei Millionen Euro gefördertes Forschungs- und
Innovationsprojekt (2026–2029). Das Konsortium vereint 20
Organisationen aus 13 europäischen Ländern und bringt Forschende,
Kulturinstitutionen, Gesundheitsfachkräfte und politische
Entscheidungsträger*innen zusammen.

Die Universität Mozarteum ist österreichische Projektpartnerin
und bringt ihre langjährige Expertise an der Schnittstelle von Musik,
Gesundheit, gesellschaftlicher Teilhabe und kritischer Bewertung ein.
Das Forschungsteam analysiert und bewertet wissenschaftliche
Erkenntnisse zu Kunst- und Kulturinterventionen, entwickelt
Empfehlungen für Politik und Praxis und arbeitet daran, Kunst und
Kultur langfristig in europäische Gesundheitsstrategien zu verankern.

Professor Daisy Fancourt , UNESCO Chair in Arts and Health und
Direktorin des WHO Collaborating Centre on Arts and Health, betont:
„Künstlerische und kulturelle Teilhabe wird zunehmend als
gesundheitsförderndes Verhalten anerkannt. Der European Culture and
Health Hub wird wissenschaftliche Erkenntnisse bündeln und dazu
beitragen, sie in Programme und politische Maßnahmen zu überführen.“

Im Zentrum des Projekts steht der European Culture and Health Hub
(ECHub) – eine europäische Plattform, die Forschung, Politik und
Praxis vernetzt. Gemeinsam mit Fachkräften, politischen
Entscheidungsträger*innen und lokalen Gemeinschaften werden
Instrumente entwickelt, die wissenschaftliche Evidenz sichtbar
machen, Forschungslücken identifizieren und den Transfer in die
Praxis unterstützen. Geplant sind außerdem Pilotprojekte in
verschiedenen europäischen Regionen sowie Maßnahmen zum
Kompetenzaufbau für Fachkräfte und Organisationen.

Das Projekt wird von der Turku University of Applied Sciences (
Finnland) koordiniert. Zu den Partner*innen zählen unter anderem das
University College London , EuroHealthNet , die University of Porto ,
die University of Southern Denmark sowie die Universität Mozarteum
Salzburg . Projektleitung Universität Mozarteum Salzburg: Prof. Dr.
habil. Katarzyna Grebosz-Haring

Weiterführende Infos:

European Culture and Health Hub (ECHH)


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