IV begrüßt politische Einigung zu EU-Indien Freihandelsabkommen

Wien (OTS) – Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt den heutigen
Abschluss der
Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und
Indien. „In einer Welt, die immer stärker von Protektionismus und
Handelsbeschränkungen geprägt ist, braucht es einen starken
Freihandel als Gegenpol. Jene Länder, die auf regelbasierten
Austausch und Zusammenarbeit setzen, müssen gemeinsam neue Allianzen
eingehen, um nicht dem ‚Recht des Stärkeren‘ ausgeliefert zu sein.
Mit der heutigen politischen Grundsatzeinigung zwischen der EU und
Indien, ist ein weiterer Schritt gelungen, unsere wirtschaftlichen
Verbindungen zu stärken“, sagt IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

Das Abkommen sieht eine schrittweise Senkung der Zölle auf EU-
Exporte nach Indien in wesentlichen Sektoren – vor allem im
Industriebereich – vor. Konkret könnten die Auto- und Chemieindustrie
von einem höheren Absatz in Indien profitieren, die gesamten EU-
Exporte nach Indien könnten sich bis 2032 verdoppeln. Auch die
stärkere Zusammenarbeit im Bereich Nachhaltigkeit und Klima ist
vorgesehen – bereits jetzt ist Indien ein wesentlicher Handelspartner
in der europäischen und globalen Energie-, Klima- und
Rohstoffpolitik.

2024 erreichten die österreichischen Warenexporte nach Indien ein
Volumen von 1,31 Milliarden Euro – im Zeitraum von Jänner bis Oktober
2025 sind die Exporte um weitere 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
gestiegen. Rund 160 österreichische Unternehmen sind in Indien aktiv,
die mehr als 13.000 Arbeitsplätze in Indien sichern.

„Indien ist ein Wachstumsmarkt für Europa und Österreich: Von
2004 bis 2024 sind die heimischen Exporte nach Indien um 372,3
Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gewachsen, umso wichtiger ist der
Abschluss dieses Abkommens. Vor dem Hintergrund der aktuellen
wirtschaftlichen Belastungen in Europa, geopolitischer Unsicherheiten
und der US-Zollpolitik sind neue Absatzmärkte und stabile
Partnerschaften für Europa und Österreich von zentraler Bedeutung“,
so Neumayer.