Holzleitner/Hanke/Hattmannsdorfer zu Forschungsausgaben: „Investieren in die Zukunft, trotz Budgetkonsolidierung!“

Wien (OTS) – Heute hat die Statistik Austria ihre neue Schätzung über
die Ausgaben
für Forschung und Entwicklung in Österreich im Jahr 2026 vorgelegt:
17,6 Mrd. Ꞓ werden voraussichtlich von öffentlicher Hand und
Unternehmen in Forschung und Entwicklung in Österreich investiert
werden, das sind um 1,4% mehr als im Jahr 2025. Gemessen an der
Wirtschaftsleistung sind das 3,34% des BIP, womit Österreich auf dem
sehr guten dritten Platz in der EU-27 liegt. Langfristiges Ziel
bleibt die Erhöhung der Forschungsquote auf über 4% des BIP – darin
sind sich die drei für Forschung zuständigen Bundesminister:innen
einig.

Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung Eva-Maria
Holzleitner unterstreicht die Bedeutung der freien
Grundlagenforschung für Gesellschaft und Wirtschaft: „Ein Land lebt
nicht von dem, was es verwaltet, sondern von dem, was es möglich
macht. Die Forschungsquote von 3,34% im Jahr 2026 zeigt: die
Bundesregierung sichert eine starke, themenoffene Grundlagenforschung
für einen zukunftsfähigen FTI-Standort. Trotz der
Budgetkonsolidierung bleiben wissenschaftliche Durchbrüche und die
Erforschung der Technologien und Lösung gesellschaftlicher
Herausforderungen von Übermorgen auf internationalem Spitzen-Niveau
gesichert: von Spitzenforschung durch die Exzellenzcluster über den
Schutz vor Naturgefahren durch verlässliche Wetter- und Klimadaten
bis hin zu den erfolgreichen Spin-Off-Fellowships.“

Innovationsminister Peter Hanke zeigt sich erfreut: „Dieser
dritte Platz in der EU zeigt, dass wir trotz des Sparbedarfs weiter
in Schlüsseltechnologien, in Wettbewerbsfähigkeit und Transformation
im Bereich der Zukunftstechnologien investieren und das soll auch so
bleiben. Wir bekommen auch viel zurück: Beim Geistigen Eigentum liegt
Österreich im European Innovation Scoreboard auf Platz 1 und
österreichische Unternehmen liefern weltweit Spitzentechnologien wie
aktuell etwa für die Mondmission Artemis II.“

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer verweist dabei auf
die zentrale Rolle der Industrie: „Forschung & Innovation ist ein
zentraler Wachstumsmotor für die heimische Wirtschaft. Daher haben
wir im Zuge der Industriestrategie 2035 vereinbart rd. 2,6 Mrd. Ꞓ bis
2029 in Schlüsseltechnologien zu investieren. Mit dem 3. Platz in
Europa und dem 8. Platz weltweit bei der Forschungsquote untermauern
wir unseren Anspruch zu den innovativsten Wirtschaftsstandorten der
Welt zu gehören. Nun gilt es die Mittel jedoch auch möglichst wirksam
und effektiv einzusetzen damit wir auch beim Innovationsoutput zur
Spitze gehören.“

In der EU haben nur Schweden (3,56%) und Belgien (3,36%) höhere
Forschungsquoten als Österreich. Weltweit gesehen liegt Österreich
mit einer F&E-quote von 3,34% auf Platz acht. Den europäischen
Zielwert von 3% übertrifft Österreich heuer schon zum dreizehnten Mal
in Folge.

Von den 17,6 Mrd. Ꞓ für Forschung und Entwicklung stammen ca.
Zweidrittel von heimischen und ausländischen Unternehmen, weitere 4,8
Mrd.Ꞓ vom Bund und ca. 770 Mio. von den Bundesländern.