Hattmannsdorfer/Pröll: Digitale Souveränität wird zur Standort- und Sicherheitsfrage

Wien (OTS) – Die aktuelle A1 Business Studie 2026 zur digitalen
Souveränität
zeigt: Österreichs Unternehmen sind zunehmend von digitalen
Technologien abhängig – gleichzeitig wächst das Bewusstsein für mehr
europäische Unabhängigkeit, Datensicherheit und technologische
Resilienz. Bereits 77 Prozent der Unternehmen geben an, stark oder
eher abhängig von digitalen Technologien zu sein, 43 Prozent erwarten
eine weitere Zunahme dieser Abhängigkeit in den kommenden zwölf
Monaten.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betont die
strategische Bedeutung digitaler Souveränität für den
Wirtschaftsstandort:

„Digitale Souveränität wird zur entscheidenden Standortfrage
Europas. Während die USA protektionistischer werden und China massiv
in strategische Technologien investiert, darf Europa nicht naiv
bleiben. Wer bei Cloud, Daten oder digitaler Infrastruktur
vollständig von außereuropäischen Anbietern abhängig ist, riskiert
Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und wirtschaftliche
Handlungsfähigkeit. Deshalb braucht es jetzt mehr europäische
Technologiekompetenz, resilientere digitale Infrastruktur und einen
echten digitalen Binnenmarkt, der europäische Lösungen stärkt.“

Staatssekretär Alexander Pröll verweist auf die Bedeutung
sicherer digitaler Infrastruktur für Staat, Wirtschaft und
Gesellschaft:

„Die Studie zeigt klar: Digitale Infrastruktur ist heute Teil der
kritischen Infrastruktur eines Landes. Datensicherheit, Cybersecurity
und vertrauenswürdige europäische Anbieter werden für Unternehmen
immer wichtiger. Unser Ziel muss sein, Innovation,
Wettbewerbsfähigkeit und digitale Sicherheit gemeinsam zu stärken –
damit Österreich auch digital souverän und zukunftsfit bleibt.“

Im Rahmen der Industriestrategie 2035 setzt die Bundesregierung
daher gezielt auf den Ausbau europäischer Schlüsseltechnologien,
digitale Infrastruktur und mehr technologische Wertschöpfung in
Europa. Ziel ist es, kritische digitale Kompetenzen,
Datenverarbeitung und strategische Technologien verstärkt in
Österreich und Europa zu verankern, Abhängigkeiten zu reduzieren und
die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig abzusichern.
Gerade bei Cloud-Infrastruktur, KI, Halbleitern, Cybersecurity und
Datenräumen brauche Europa mehr eigene Kapazitäten, schnellere
Verfahren und stärkere Investitionen. Dass Unternehmen wie Emmi AI
bewusst auf europäische KI-Lösungen wie Mistral setzen und ihren
Wachstumskurs in Europa fortführen, zeigt, dass digitale Innovation,
Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität auch aus Europa
heraus erfolgreich möglich sind.

Laut Studie sehen 89 Prozent der Unternehmen digitale
Souveränität als entscheidend für ihre Zukunftssicherheit, 68 Prozent
für Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig setzen immer
mehr Betriebe auf europäische Anbieter, Open-Source-Lösungen und den
Ausbau eigener digitaler Kompetenzen.