Gurkerl führt als erster Lebensmittelhändler in Österreich eine eigene Upcycling-Kategorie ein

Wien (OTS) – Der Online-Supermarkt Gurkerl erweitert sein Engagement
im Bereich
Nachhaltigkeit und führt als erster Lebensmittelhändler in Österreich
eine eigene Kategorie für Upcycling-Produkte ein. Kund:innen können
ab sofort aus einem breiten Sortiment an hochwertigen Lebensmitteln
wählen, die aus überschüssigen Rohstoffen, Nebenprodukten oder nicht
verarbeiteten Lebensmitteln hergestellt wurden. Mit der neuen
Upcycling-Kategorie erhalten wertvolle Lebensmittel ein zweites Leben
– und Lebensmittelverschwendung wird aktiv reduziert.

Zwtl.: Upcycling: Lebensmitteln ein zweites Leben schenken

Beim Upcycling werden überschüssige oder vermeintlich
unbrauchbare Rohstoffe der Lebensmittelproduktion zu neuen,
hochwertigen Lebensmitteln weiterverarbeitet. So entstehen etwa aus
Treber aus der Bierherstellung, Kakaoschalen oder „unperfektem“ Obst
und Gemüse Müsli, Snacks, Saucen oder Getränke. Dieses Prinzip
reduziert Abfälle, schont natürliche Ressourcen und verringert die
Umweltbelastung der Lebensmittelproduktion.

Zwtl.: Exklusives Upcycling-Sortiment mit regionalem Fokus

Zum Start umfasst die neue Kategorie 57 Upcycling-Produkte, von
denen rund die Hälfte exklusiv bei Gurkerl erhältlich ist. Zu den
aktuellen und künftigen Highlight-Produkten zählen unter anderem:

– Backwaren aus Altbrot (z. B. „Wiederbrot“ oder „Comeback Brot“) von
regionalen Bäckerei-Partner:innen wie Ströck oder Hager – altes Brot
wird geröstet, zerkleinert und im neuen Teig verarbeitet, für ein
komplexeres Aroma, längere Haltbarkeit und weniger Abfall.

– Mehle (z. B. Chia, Erdnuss, Haselnuss) aus teilentölten
Pressrückständen der Fandler Olmühle in der Steiermark.

– Suppen von Followfood , produziert aus überschüssigem Gemüse, das
nicht den ästhetischen Standards des Einzelhandels entspricht.

– Handgemachte Konserven von Roots Radicals aus Berlin, darunter
Chutneys, Marmeladen, Gewürzgurken und Saucen aus geretteten Früchten
und Gemüse.

– Gurkerl-exklusive Cracker und Müslis der ungarischen Upcycling-
Marke Secontaste , hergestellt aus Nebenprodukten der
Bierherstellung.

Alle Produkte sind im Webshop und in der Gurkerl-App mit dem
Label „Upcycling“ gekennzeichnet, um Kund:innen nachhaltige
Kaufentscheidungen zu erleichtern. Die Kategorie wird in den
kommenden Wochen kontinuierlich ausgebaut.

Zwtl.: Nachhaltigkeit als fester Bestandteil der Gurkerl-Philosophie

„Nachhaltigkeit ist seit jeher ein zentraler Pfeiler unserer
Unternehmensphilosophie“, sagt Olin Novák, Geschäftsführer von
Gurkerl und VP Markets bei der Rohlik Gruppe, zu der Gurkerl gehört.
„Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit für unsere Kund:innen praktisch
und leicht umsetzbar zu machen – durch bewusste Entscheidungen beim
Wocheneinkauf. Upcycling zeigt, wie sich Lebensmittelverschwendung
reduzieren, lokale Produzent:innen unterstützen und gleichzeitig
innovative Produkte in den Alltag unserer Kund:innen bringen lassen.
Damit gehen wir einen weiteren Schritt, um den Lebensmitteleinkauf
nachhaltig zu verändern.“

Zwtl.: Neue Kategorie in Zusammenarbeit mit Expert:innen entwickelt

Die neue Upcycling-Kategorie wurde in Kooperation mit den
Spezialist:innen von TransFoodMission entwickelt – einem ungarischen
R&D-Unternehmen, das sich auf die Weiterverarbeitung von
Lebensmitteln spezialisiert hat. Bereits im Oktober 2024 führte
Gurkerls Muttergesellschaft Rohlik die Kategorie in Tschechien ein –
mit großem Erfolg: Innerhalb von nur vier Monaten konnten 7,3 Tonnen
Lebensmittel gerettet, 51 Tonnen CO₂ eingespart und ein Umsatz von
120.000 EUR erzielt werden. Darüber hinaus hat Rohlik in Tschechien
bereits mehrere eigene Upcycling-Produktinnovationen entwickelt und
erfolgreich auf den Markt gebracht – darunter Bier, das aus
überschüssigem Brot gebraut wird, oder ein Protein-Eis auf Basis von
Kürbiskernmehl, einem Nebenprodukt der kaltgepressten Ölproduktion.
Ähnliche, eigens entwickelte Upcycling-Produkte sollen künftig auch
bei Gurkerl eingeführt werden.

„Die Einführung der ersten dedizierten Upcycling-Kategorie im
österreichischen Lebensmittelhandel durch Gurkerl ist ein
Meilenstein. Upcycling ist längst keine Nische mehr, sondern wird ein
wichtiger Bestandteil der Ernährungssysteme der Zukunft. Mit dieser
Kategorie bringen wir innovative Produkte in den Alltag der
Verbraucher:innen, retten wertvolle Lebensmittelressourcen und
eröffnen Produzent:innen gleichzeitig neue Absatzmöglichkeiten“, sagt
Júlia Dalmadi, Mitgründerin von TransFoodMission.

Zwtl.: Ein weltweiter Trend

Der Markt für Upcycling-Lebensmittel wächst dynamisch: 2021 wurde
er auf 53,7 Milliarden USD geschätzt, bis 2031 soll er
voraussichtlich 97 Milliarden USD erreichen (1). In den USA führte
die Einführung eines eigenen Upcycling-Siegels durch die Upcycled
Food Association bereits zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage:
70 % der Verbraucher:innen achten verstärkt auf solche Produkte, 62 %
sind sogar bereit, mehr dafür zu bezahlen (2).

Auch in Österreich ist das Potenzial groß: Jährlich fallen
mindestens 1,2 Millionen Tonnen an vermeidbaren Lebensmittelabfällen
an – das entspricht über 130 kg pro Kopf (3). Der größte Anteil
dieser Abfälle entsteht in privaten Haushalten, aber auch in der
Landwirtschaft, der Produktion und dem Handel fallen erhebliche
Mengen an – ein klarer Hinweis, dass der Lebensmitteleinzelhandel
aktiv Verantwortung übernehmen kann.

Mehr Informationen: https://www.gurkerl.at/thema/upcycling

Fußnoten

(1) https://www.bbc.com/future/article/20240816-the-waste-food-
upcycled-into-new-products

(2) https://library.wherefoodcomesfrom.com/documents/2025/0-
Upcycled2025-updateV6.pdf

(3) https://link.springer.com/article/10.1007/s00506-024-01032-9