Wien (OTS) – „Die rot-pinke Stadtregierung darf nicht länger
ignorieren, dass Wien
ein großes Problem mit den gesundheitsschädlichen Folgen des
Autoverkehrs hat“, kritisiert Tina Wirnsberger, Umweltsprecherin der
Grünen Wien. „Das sieht man am Feinstaub, der im Winter regelmäßig
die Grenzwerte überschreitet, an den hohen Ozonwerten im Sommer und
momentan an den Ablagerungen im Straßenstaub“, so Wirnsberger
anlässlich der aktuellen Berichte über hohe Straßenstaubmengen in
Wien. Die polnische Geophysikerin Sylwia Klaudia Dytl̸ow fand vor
wenigen Tagen heraus, dass in Wien mehr gesundheitsgefährdender
Straßenstaub liegt als in anderen Städten. Dieser enthält viel
Mikroplastik, Schwermetalle sowie krebserregende Stoffe und entsteht
laut der Expertin vorwiegend durch den Abrieb von Reifen, Bremsen,
Asphalt und Fahrbahnmarkierungen sowie durch Verbrennungs- und
Treibstoffrückstände in den Abgasen.
„Dass es für diese alarmierenden Erkenntnisse erst eine polnische
Forscherin braucht und die Stadt nicht schon längst selbst derlei
Untersuchungen über die Verunreinigungen im Straßenstaub angestellt
hat, ist bezeichnend für die Ignoranz der zuständigen Regierung
gegenüber den Gesundheitsproblemen, die der Autoverkehr für die
Wiener:innen mit sich bringt“, so Wirnsberger. „Es braucht jetzt
umgehend Sofortmaßnahmen wie die empfohlene häufigere
Straßenreinigung“, fordert sie. Außerdem solle die Stadt analog zur
Überwachung der Luftqualität ein Monitoring für den Straßenstaub
einrichten und die Ergebnisse öffentlich machen. Wir werden dazu
einen Antrag in der kommenden Gemeinderatssitzung einbringen“, so
Wirnsberger.
„Einmal mehr zeigt sich, wie dringend nötig die Verkehrswende in Wien
ist. Stattdessen verschiebt Rot-Pink den U-Bahn Ausbau, macht Öffi-
Fahren teurer und will mit der Lobau-Autobahn noch mehr Autos in die
Stadt holen. Das ist verantwortungslos gegenüber der Gesundheit der
Wiener:innen“, so Wirnsberger abschließend.