Krems (OTS) – Mit Unverständnis reagiert die Hochschülerinnen- und
Hochschülerschaft an der Universität für Weiterbildung Krems auf die
Entscheidung der linken ÖH-Exekutive in der Bundesvertretung, den
Antrag der AktionsGemeinschaft „Nein zur Gewalt“ nicht im Plenum zu
behandeln, sondern in den Gleichstellungsausschuss zu verschieben.
„Gewalt gegen Studierende ist kein Randthema und kein
Ausschussdetail. Wer Opfer von Gewalt wird, hat Anspruch auf die
Solidarität der gesamten Studierendenvertretung. Dass die
Bundesvertretung laut ÖH-Exekutive nicht der richtige Ort für diese
Diskussion sein soll, ist für uns nicht nachvollziehbar“ , betont
Maximilian Veichtlbauer, Vorsitzender der Hochschülerinnen- und
Hochschülerschaft an der Universität für Weiterbildung Krems.
Der Antrag war als Reaktion auf den Angriff auf zwei Studierende
in Innsbruck eingebracht worden und sollte eine klare Verurteilung
von Gewalt gegen Studierende zum Ausdruck bringen. Statt einer
Debatte im höchsten Gremium der österreichischen
Studierendenvertretung wurde der Antrag jedoch in den
Gleichstellungsausschuss verschoben.
„Es darf keine Rolle spielen, welche politischen oder
weltanschaulichen Ansichten die Betroffenen vertreten. Gewalt gegen
Studierende muss immer und überall verurteilt werden. Die Bundes-ÖH
wäre gut beraten gewesen, hier rasch und eindeutig Stellung zu
beziehen“ , so Veichtlbauer.
Die Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft der Universität für
Weiterbildung Krems fordert die Bundesvertretung auf, den Antrag
nicht in einem Ausschuss versanden zu lassen, sondern sich klar gegen
jede Form von Gewalt gegenüber Studierenden zu positionieren. „Die
Interessenvertretung aller Studierenden muss gerade dann Haltung
zeigen, wenn Studierende Opfer von Gewalt werden“ , hält Veichtlbauer
abschließend fest.