Wien (OTS) – Ende Mai attackierte ÖVP-Mann Andreas Hanger die FPÖ und
warf ihr
vor, eine „Schmutzkübelkampagne“ in Bezug auf die
Ausländerkriminalität in Österreich zu fahren. So meinte Hanger, dass
in diesen Daten auch jene Fälle enthalten seien, die von Touristen
während ihres Österreich-Aufenthalts verübt werden. Dieser in den
Augen der FPÖ ungeheuerliche Affront gegenüber ausländischen
Österreich-Urlaubern hat nun Folgen. FPÖ-Tourismussprecher NAbg.
Christoph Steiner hat dem ÖVP-Innenminister eine Anfrage gestellt und
wollte wissen, wie viele Touristen in der Kriminalitätsstatistik
landen. Die Antwort: In den letzten beiden Jahren lag die Quote
jeweils bei 1,3 Prozent, in den Jahren 2022 und 2023 bei jeweils 1,2
Prozent.
FPÖ-Generalsekretär und Heimatschutzsprecher NAbg. Michael
Schnedlitz: „Der Versuch, mit vermeintlich gewalttätigen Touristen
vom Versagen seines Innenministers Gerhard Karner abzulenken, ist
kläglich gescheitert. Mit seinen Antworten blamiert Karner den
eigenen Parteifreund bis auf die Knochen. Dadurch ist einmal mehr
eine ÖVP-Strategie schiefgegangen. Zuerst putzt sich die Volkspartei
immer an den Polizisten ab. Wenn das nicht reicht, dann ist in den
Augen der ÖVP Herbert Kickl der Schuldige – und wenn das auch dem
Faktencheck nicht standhält, dann sollten es in diesem Fall die
angeblich so brutalen Österreich-Urlauber sein, die für die Horror-
Zahlen in der Kriminalitätsstatistik verantwortlich sind. Wenn auch
das nichts wird, weil der eigene Innenminister die Karten auf den
Tisch legt, dann ist klar: Ganz Österreich weiß, dass das wahre
Problem an drei Buchstaben festzumachen ist: Ö, V und P. Nicht
Touristen, sondern offene Grenzen, illegale Zuwanderer und ein
unfähiger ÖVP-Innenminister sind das Problem. Karner ist
rücktrittsreif, und jeder Tag, an dem die ÖVP weiter mit billigen
Ausreden über die Runden zu kommen versucht, ist ein verlorener Tag
für die Sicherheit unserer Frauen und Mädchen. Zur Erinnerung: 2.062
Frauen und Mädchen wurden im Jahr 2025 Opfer durch Tatverdächtige mit
einem Aufenthaltsstatus, 301 Opfer waren unter 18 Jahre, einige sogar
unter 6 Jahre. Das sind die traurigen Fakten.“
FPÖ-Tourismussprecher NAbg. Christoph Steiner ergänzt: „Jetzt, wo
Hangers Märchenstunde den Realitätstest nicht bestanden hat, erwarte
ich mir vom Kollegen Hanger eine ehrliche und aufrichtige
Entschuldigung bei all jenen Gästen aus dem Ausland, die ihren Urlaub
in Österreich verbringen. Sie haben es sich nicht verdient, von der
ÖVP völlig zu Unrecht als Gewalttäter gebrandmarkt zu werden. Ich
erwarte mir aber eine ernst gemeinte Entschuldigung – und nicht eine
verunfallte und halbherzige Entschuldigung wie jene von Kanzler
Stocker nach seinem Skandal-Sager zur Kinderbetreuung.“
SERVICE: Die Anfragebeantwortung samt Beilage kann hier
eingesehen werden:
https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/J/6266