FPÖ – Hammerl: „Warnung vor Gasengpässen muss Hattmannsdorfer endlich zum Handeln bewegen!“

Wien (OTS) – „Die Kampfhandlungen im Nahen Osten beeinträchtigen
zentrale
Lebensadern des weltweiten Energiehandels. Die Straße von Hormus ist
für Öl- und Flüssigerdgasexporte entscheidend. Gleichzeitig haben in
den letzten Stunden die Huthi strategische Schlüsselpositionen am
südlichen Zugang zum Roten Meer unter ihre Kontrolle gebracht. Damit
bedrohen sie eine weitere Lebensader des weltweiten Energiehandels.“
Diese Eskalation gefährdet Energielieferungen und treibt die Preise.
ÖVP-Minister Hattmannsdorfer muss jetzt für Klarheit sorgen, wie
Österreich durch den kommenden Winter kommt“, fordert FPÖ-
Energiesprecher NAbg. Paul Hammerl.

Besonders brisant seien vor diesem Hintergrund die jüngsten
Ausführungen des Energieexperten Walter Boltz. Dieser hatte in der
ZiB 2 einen möglichen Rückgriff auf die strategische Gasreserve bei
einem kalten Februar oder März angesprochen. „Die strategische
Gasreserve ist unser Vorrat für den Ernstfall. Wenn sie zur Sicherung
der Versorgung gebraucht wird, steht eine unmittelbar drohende oder
bereits eingetretene Versorgungskrise im Raum. Das ist ein
Warnsignal, das der Wirtschaftsminister nicht übergehen darf“, betont
Hammerl.

Für die ohnehin schwer angeschlagene Industrie könnte eine
Gasmangellage verheerende Folgen haben. „Dann drohen extrem hohe
Gaspreise und staatlich angeordnete Verbrauchskürzungen. Für
energieintensive Betriebe kann das bedeuten, ihre Produktion massiv
zurückfahren oder Anlagen stilllegen zu müssen. Die Folgen wären
enorme wirtschaftliche Schäden, verlorene Aufträge und zahlreiche
bedrohte Arbeitsplätze.“, so der freiheitliche Energiesprecher.

Auch für private Haushalte werde die Entwicklung zunehmend
bedrohlich. „Im Großhandel haben sich die Gaspreise für die
Wintermonate mittlerweile fast verdreifacht. Das schlägt zwar nicht
sofort und im selben Ausmaß auf jede Gasrechnung durch, droht aber
bei entsprechenden Tarifanpassungen die Kosten für Heizung und
Warmwasser massiv zu erhöhen.“, hält Hammerl fest.

Ein Verweis auf die österreichischen Speicherstände reiche als
Antwort nicht aus. „Gas in österreichischen Speichern ist nicht
automatisch für österreichische Kunden reserviert. Unsere Speicher
bedienen auch den europäischen Markt. Zudem sind die
Gasspeicherstände in ganz Europa sehr weit vom eigentlichen
Speicherziel entfernt, was die Gefahr einer Gasmangellage verschärft.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer muss unverzüglich den
Energielenkungsbeirat einberufen und für Klarheit sorgen. Bevölkerung
und Wirtschaft brauchen eine sichere und leistbare Gasversorgung“, so
Hammerl abschließend.