Europatag 2026 & 30 Jahre Europa-Forum Wachau

St. Pölten (OTS) – In diesem Jahr stellt Niederösterreich Europa
erstmals eine ganze
Woche lang ins Zentrum des öffentlichen Lebens und sendet damit ein
kraftvolles Signal für ein zukunftsorientiertes, solidarisches
Europa. Der Auftakt erfolgt am 18. Mai 2026 mit dem NÖ Europatag
Festakt, der zugleich den feierlichen Startschuss für das 30. Jahre
Jubiläum des Europa Forums Wachau gibt.

„Die Europäische Union ist das größte Friedensprojekt unserer
Geschichte. Doch Friede ist keine Selbstverständlichkeit, wie uns die
aktuellen Entwicklungen deutlich vor Augen führen. Die Werte der
Demokratie und der Freiheit müssen jeden Tag aufs Neue verteidigt
werden. Wir erleben geopolitische Auseinandersetzungen, die uns
energie- und wirtschaftspolitisch enorm fordern und Europa dazu
zwingen, handlungsfähiger, eigenständiger, selbstbewusster und
resilienter zu werden“, betonte Johanna Mikl-Leitner. Zugleich
forderte sie von der Europäischen Union den Abbau überschießender
Bürokratie sowie schlankere Verfahren, um Innovation und
Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und damit den Wohlstand in Europa
langfristig zu sichern.

Landeshauptfrau Johanna Mikl Leitner und Bundespräsident
Alexander Van der Bellen eröffnen am 18. Mai 2026 gemeinsam die
Festveranstaltung zum diesjährigen Europatag. Weitere hochkarätige
Gäste sind Norbert Lammert, ehemaliger Präsident des Deutschen
Bundestages, und Jie Mei, Neurowissenschaftlerin sowie
Gründungsprofessorin der Linzer International Transformation
University, die zur Zukunft der Künstlichen Intelligenz ein
Impulsstatement geben wird. Rund 400 Jugendliche aus ganz
Niederösterreich werden am Festakt teilnehmen.

Im Rahmen der Festveranstaltung werden Schulprojekte prämiert,
welche mit herausragenden Projekten die Werte und Ziele unserer
Europäischen Union ins Zentrum gerückt haben. Der Jugendpreis
unterstreicht die zentrale Rolle der Jugend im europäischen Diskurs.

Zu seinem Jubiläum wirft das Forum den Blick auf die nächsten
drei Jahrzehnte – „The Next 30“. Es widmet sich an vier Programmtagen
den zentralen Fragen europäischer Souveränität in einer fragilen
Weltordnung.

Zur Diskussion stehen Maßnahmen einer wehrhaften
Sicherheitsarchitektur, die gleichzeitig die pharmazeutische
Unabhängigkeit stärkt und eine wirtschaftliche Kehrtwende hin zu
höherer Wettbewerbsfähigkeit ermöglicht. Im Anschluss liegt der Fokus
auf verantwortungsbewusster Finanzpolitik, digitaler Transformation
und der Erschließung neuer Wachstumsmärkte – die Grundsteine für ein
verteidigungsfähiges, wettbewerbsstarkes Europa von morgen. Die
wachsende Bedeutung der europäischen Regionen eröffnet neue Allianzen
und das Potential des Donauraumes schafft Chancen für vernetzte
Zusammenarbeit. Darüber hinaus wird ein zukunftsfähiges
Migrationsmanagement und die Neujustierung des österreichischen und
europäischen außenpolitischen Kompasses im Spannungsfeld USA China
erörtert. Ziel ist, die Brücke von regionaler Stabilität zu
weltpolitischer Verantwortung zu schlagen und europäische
Souveränität in einer sich wandelnden geopolitischen
Sicherheitsordnung zu verankern.

Alle Informationen zum Europa Forum Wachau 2026 online auf
www.europaforum.at/veranstaltungen/europa-forum-wachau-2026