Wien (OTS) – Die Haushaltsenergiepreise sind im Dezember 2025 im
Monatsvergleich
deutlich gefallen. Der Energiepreisindex (EPI) sank zum Jahresende um
-1,2 % und damit wesentlich stärker als die allgemeine Teuerung, die
im gleichen Zeitraum bei +0,3 % lag. Im Jahresvergleich blieben die
Energiepreise, mit Dezember voraussichtlich zum letzten Mal, die
zentralen Preistreiber. Die Endkund:innenpreise für Energie
verteuerten sich im Jahr 2025 insgesamt deutlich stärker als der
allgemeine Warenkorb. Der EPI lag im Jahresabstand bei +9,0 %,
während der Verbraucherpreisindex (VPI) ein Plus von 4,0 % auswies.
Die stärksten monatlichen Preissteigerungen verzeichneten
Holzpellets mit +2,1 %. Im Jahresvergleich ist nur der Strompreis
stärker gestiegen. Er bleibt mit einem Plus von +41,9 % der zentrale
Preistreiber. Ausschlaggebend waren die starken Anstiege zu
Jahresbeginn, nachdem Unterstützungsmaßnahmen, insbesondere die
Strompreisbremse, mit dem Jahreswechsel ausgelaufen waren. Dieser
Einmaleffekt beeinflusste im Dezember letztmalig die Inflationsrate.
Ab den im Februar veröffentlichten Jänner-Werten wird der
Jahresabstand beim EPI für Strom deutlich zurückgehen.
Basierend auf den aktuellen Marktpreisentwicklungen ist
kurzfristig von spürbaren Preisrückgängen für Endkund:innen
auszugehen. Mehrere Energieversorger haben bereits substanzielle
Reduktionen angekündigt. Haushalte sollten daher bestehende
Stromlieferverträge prüfen und gegebenenfalls wechseln. Nicht
beeinflussbar bleiben Netzentgelte und staatliche Abgaben, die
unabhängig vom gewählten Lieferanten anfallen. Ein durchschnittlicher
Haushalt zahlt für Strom weiterhin rund 50 % mehr als vor der
Energiepreiskrise.
Bei Gas lagen die Endkund:innenpreise im Jahr 2025 weiterhin mehr
als doppelt so hoch wie vor der Krise. Die mit dem Jahreswechsel in
Kraft tretenden Erhöhungen der Gasnetzentgelte (im Österreich-Schnitt
+18,2 %) belasten die Haushalte ab Jänner zusätzlich. Hauptursache
ist der rückläufige Gasverbrauch, wodurch die Erhaltungskosten des
Netzes auf geringere Abgabemengen verteilt werden müssen. Seit dem
Ausbleiben der russischen Gaslieferungen sind zudem die Transitmengen
durch Österreich deutlich gesunken. Die wegfallenden Erlöse werden
nun über höhere Netzentgelte auf die Endkund:innen umgelegt. Beide
Entwicklungen werden sich mittelfristig voraussichtlich nicht
umkehren. Vor diesem Hintergrund wird zunehmend über politische
Maßnahmen für einen geordneten Rückbau des Gasnetzes diskutiert.
Hier finden Sie eine Grafik mit der Entwicklung der
Endkund:innenpreise für Haushaltsenergie (2020-2025), sowie eine
Tabelle mit den Energieträgern im Monats- und Jahresvergleich.
Der gesamte Pressetext mit Details zu den verschiedenen
Energieträgern und alle weiteren Informationen zur Methodik sowie zum
Haftungsausschluss befinden sich hier .