Eder-Gitschthaler/Himmer: Digitale Souveränität stärkt Europas Wettbewerbsfähigkeit

Wien (OTS) – “Die Digitalisierung prägt heute alle Lebensbereiche und
eröffnet
enorme Chancen für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Um
diese Potenziale bestmöglich zu nutzen, müssen Österreich und Europa
ihre Kräfte bündeln, Innovation fördern und die notwendigen
rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen, ohne dabei zu
überregulieren.” Das betonte heute ÖVP-Bundesratsfraktionsobmann
Harald Himmer in der Aktuellen Stunde des Bundesrates zum Thema
“Digitale Souveränität – der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit
Europas”, an der auch Staatssekretär Alexander Pröll teilnahm.

Himmer verwies auf die tiefgreifenden Veränderungen der
vergangenen Jahrzehnte. Während europäische Unternehmen im Zuge der
Globalisierung Produktions- und Technologiebereiche auslagerten,
entstanden in den USA mit Konzernen wie Amazon, Microsoft und Apple
marktbeherrschende Akteure. “Europa hat dadurch an digitaler
Souveränität verloren. Umso wichtiger ist es heute, technologische
Kompetenzen wieder stärker in Europa aufzubauen und strategische
Abhängigkeiten zu reduzieren”, so Himmer. Die Salzburger Bundesrätin
Andrea Eder-Gitschthaler ergänzte: “Digitale Souveränität ist eine
zentrale Zukunftsfrage. Die Bundesregierung setzt hier wichtige
Maßnahmen, um Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche
Teilhabe gleichermaßen zu stärken.” Beide dankten Bundesratspräsident
Markus Stotter für die Initiative zum gestrigen Expertinnen- und
Expertenforum mit dem Titel „Digitale Gemeinde 2035“ im Parlament.
Dort diskutierten Fachleute aus Wissenschaft und Praxis, wie
Gemeinden den digitalen Wandel aktiv, sicher und gemeinwohlorientiert
gestalten können.

Eder-Gitschthaler hob in ihrer Rede insbesondere die Bedeutung
digitaler Teilhabe für Seniorinnen und Senioren hervor. Bereits drei
Viertel der 65- bis 84-Jährigen nutzen heute das Internet.
Gleichzeitig erleben viele ältere Menschen die zunehmende
Digitalisierung als Herausforderung. “Gerade deshalb müssen wir
digitale Angebote verständlich gestalten und die Menschen auf diesem
Weg begleiten”, sagte Eder-Gitschthaler. Sie begrüßte in diesem
Zusammenhang das von Staatssekretär Alexander Pröll gemeinsam mit dem
Seniorenrat initiierte “Digi-Seniorenpaket”. “Ziel ist es, digitale
Anwendungen alltagsnah zu vermitteln und ihre Vorteile praktisch
erlebbar zu machen. Dazu zählen etwa Unterstützung bei der Nutzung
von ID Austria und E-Card am Smartphone sowie kostenlose Workshops.“
Zudem verwies Eder-Gitschthaler auf ein neues Gesprächsformat von
Staatssekretär Pröll: ”Ab kommender Woche lädt der Staatssekretär
Bürgerinnen und Bürger zu persönlichen Sprechstunden ins
Bundeskanzleramt ein, um Anliegen und Fragen rund um Digitalisierung
und die Zukunft Österreichs zu diskutieren.“

“Digitalisierung und Künstliche Intelligenz haben unser Leben
bereits verändert und werden dies auch künftig tun. Unser Ziel muss
sein, Abhängigkeiten zu verringern, die Wettbewerbsfähigkeit zu
stärken und alle Menschen mitzunehmen – unabhängig von Alter, Wohnort
oder Bildungsstand”, so Eder-Gitschthaler abschließend. (Schluss)