Czernohorszky/Sima/Arapović/Steinhart: Spatenstich für 51.000m² großen Park im Gasometervorfeld

Wien (OTS) – Rund um den Gasometer entsteht mit der Bricolage City im
11. Bezirk
ein moderner, vielfältiger, urbaner und belebter Stadtteil, in dem
ein optimales Mit- und Nebeneinander von Arbeiten und Wohnen möglich
ist. In Erweiterung der bisherigen städtebaulichen Entwicklungen rund
um die Gasometer sollen künftig rund 2.000 Menschen attraktiven
Wohnraum und Arbeitsmöglichkeiten vorfinden. Herzstück des Projekts
bildet eine 51.000 m² große neue Parkanlage, die von den Wiener
Stadtgärten im südlichen Vorfeld der Gasometer errichtet wird.

Nun erfolgte der Spatenstich für die neue Parkanlage. Dem
Baustart ist ein aufwändiger Planungsprozess vorausgegangen, der
neben einem Wettbewerb auch die Erarbeitung eines städtebaulichen
Leitbilds umfasste. Die Parkanlage wird in mehreren Bauabschnitten
umgesetzt. Bereits im ersten Bauabschnitt entstehen auf rund 9.000 m²
insgesamt 120 neue Bäume sowie rund 5.000 m² Blühwiesen und
Kräuterrasen. Besonderes Gestaltungselement ist der Panoramaweg
entlang der ehemaligen Schlachthausbahntrasse, der künftig die
angrenzenden Quartiere mit den neuen Parkbereichen verbindet. Mit dem
Spatenstich beginnen die Wiener Stadtgärten nun die Arbeiten für den
ersten Teilbereich. Dieser verbindet attraktive Aufenthaltsbereiche
mit einer naturnahen Gestaltung und nachhaltigen Planungsprinzipien.
Insgesamt werden 120 neue Bäume gepflanzt, ergänzt durch eine
vielfältige Bepflanzung zur Förderung der Biodiversität. Zudem wird
auf die Wiederverwendbarkeit von Materialien gesetzt. Die
Fertigstellung des ersten Teilbereichs ist für das Frühjahr 2027
vorgesehen.

„ Mit dieser neuen, klimafitten Grünoase in Simmering erfüllen
wir nicht nur einen lang gehegten Wunsch vieler Wienerinnen und
Wiener, sondern schaffen einen Park der Zukunft. Die zukünftige
Parkanlage steht ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit: Ein zentrales
Ziel ist es, vorhandene Materialien zu erhalten und in die Gestaltung
zu integrieren. Damit schaffen wir einen attraktiven Freiraum für die
Menschen und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum
Klimaschutz “, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.

Planungsstadträtin Ulli Sima ergänzt: „Das Gasometervorfeld
zeigt, wie sehr sich vorausschauende Stadtplanung auszahlt: Was vor
Jahren mit einem Wettbewerb und einem klaren Leitbild begonnen wurde,
wird nun Schritt für Schritt Realität. Der lange Atem hat sich
gelohnt — nicht zuletzt für die Wiener*innen, die künftig in einem
attraktiven neuen Stadtteil mit einem attratkiven und großzügigen
Park wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen werden.“

„Die Fläche rund um die Gasometer befindet sich gerade in einem
spannenden Transformationsprozess. Mit der Neugestaltung der 51.000m²
großen Parkanlage schaffen wir mehr Grün, mehr Schatten und einen
Ort, an dem man durchatmen kann und Kinder sicher unterwegs sind.
Dass wir für diesen klimafitten Treffpunkt alte Pflastersteine und
die historische Bahntrasse nutzen, zeigt, wie hervorragend
Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert“, erklärt NEOS Wien
Klubobfrau Selma Arapović.

„ Die neue Parkanlage Gasometervorfeld ist ein weiterer wichtiger
Schritt für die Entwicklung Simmerings. Wo heute noch eine große
Freifläche ist, entsteht in den kommenden Jahren ein moderner Park
mit viel Grün, zahlreichen Erholungsmöglichkeiten und hoher
Aufenthaltsqualität für die Menschen in unserem Bezirk “, freut sich
Bezirksvorsteher Thomas Steinhart.

Zwtl.: Naturnahe Gestaltung mit viel neuem Grün

Die 120 neuen Bäume bilden das grüne Rückgrat des ersten
Teilbereichs. Sie spenden Schatten, verbessern das Mikroklima und
leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität.
Ergänzt werden sie durch rund 5.000 m² Blühwiesen und Kräuterrasen,
die wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten
schaffen.

Darüber hinaus bleibt das bestehende Gelände weitgehend erhalten
und wird nur behutsam modelliert. So wird beispielsweise die
ehemalige Trasse der Schlachthausbahn in das Gestaltungskonzept
integriert. Teilbereiche des vorhandenen Gleisschotters bleiben dabei
erhalten und bieten durch ihre spezielle Bepflanzung künftig
zusätzlich wertvolle Lebensräume für Insekten, Bienen und Vögel.

„ Die Wiener Stadtgärten verwalten mehr als 1.000 Parkanlagen.
Unser Ziel ist es, auch künftig neue Parkanlagen zu schaffen, die
langfristig einen Mehrwert für Mensch und Natur bieten. Deshalb legen
die Wiener Stadtgärten bei jeder Neugestaltung besonderen Wert auf
Biodiversität, Klimafitness und eine hohe Aufenthaltsqualität – so
auch bei der Gestaltung der neuen Parkanlage im Gasometervorfeld “,
erklärt Stadtgartendirektor Karl Hawliczek.

Zwtl.: Panoramaweg und Gasometerterrassen als besondere
Gestaltungshighlights

Als zentrales Gestaltungselement des ersten Teilbereichs ist der
Panoramaweg vorgesehen. Er orientiert sich am Verlauf der ehemaligen
Bahntrasse und verbindet die angrenzenden Wohnbauprojekte mit den
künftigen Parkbereichen. So entsteht eine attraktive Wegeverbindung
durch das neue Stadtquartier. Zusätzlich wird der Panoramaweg durch
eine barrierefreie Wegverbindung an den Medwedweg angebunden. Eine
großzügige Stufenanlage verbindet den Panoramaweg mit den zukünftigen
Parkbereichen, überwindet die unterschiedlichen Höhenniveaus und
dient zugleich als Sitzgelegenheit. Ein ergänzender Steg ermöglicht
eine barrierefreie Erschließung des Areals.

Der Panoramaweg führt die zukünftigen Parkbesucher*innen direkt
zum neuen Gasometerplatz, der als zentraler Aufenthaltsort gestaltet
wird. Sitzgelegenheiten unter einer Pergola laden zum Verweilen ein.
Ein Trinkbrunnen sorgt an heißen Sommertagen für zusätzliche
Erfrischung. Ein weiteres Highlight bilden die neuen
Gasometerterrassen. Sie schaffen attraktive Aufenthaltsbereiche und
eröffnen mit dem weiteren Ausbau der Parkanlage eindrucksvolle
Ausblicke auf die markanten Gasometer.

Zwtl.: Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft im Fokus

Ein zentrales Gestaltungsprinzip der Parkanlage ist die
Wiederverwendung vorhandener und recycelter Materialien. Damit werden
Ressourcen geschont und die Nachhaltigkeit der Parkgestaltung
gestärkt. So kommen unter anderem recycelte Klinkersteine beim
Gasometerplatz als Bodenbelag zum Einsatz, die gestalterisch an die
Gasometer anknüpfen. Auch bestehendes Steinmaterial der
Magistratsabteilung für Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) wird
wiederverwendet: Die Gabionenwände, die sich als prägendes
Gestaltungselement durch die Parkanlage ziehen, werden mit
wiederverwendeten Pflastersteinen befüllt.

Zwtl.: Ausblick auf die weiteren Bauabschnitte der neuen Parkanlage

In den kommenden Jahren wird die Parkanlage Gasometervorfeld
schrittweise in mehreren Bauabschnitten auf eine Gesamtfläche von
rund 51.000 m² erweitert. Auch in den weiteren Teilbereichen stehen
Nachhaltigkeit, Aufenthaltsqualität und eine naturnahe Gestaltung im
Mittelpunkt. Zusätzliche Grünflächen sowie zahlreiche Spiel- und
Erholungsmöglichkeiten bereichern die Parkanlage. Sportbegeisterte
dürfen sich auf Bewegungsangebote wie Tischtennis und Basketball
freuen. Schattenspendende Bäume sorgen künftig für angenehme
Abkühlung in den Sommermonaten. Unterschiedliche Sitzmöglichkeiten
schaffen Raum für soziale Begegnungen und laden zu Ruhepausen im
Alltag ein.

Zwtl.: Im Anschluss: Aufwertung der Straßenräume für Fuß- und
Radverkehr

Über die Errichtung der Parkanlage hinaus wird auch das
unmittelbare Umfeld umfassend aufgewertet. Nach Abschluss der
Arbeiten der Wiener Stadtgärten sowie der Fertigstellung der
Hochbauten erfolgen die Um- und Neugestaltungen von
Straßenabschnitten im Projektgebiet. Betroffen sind Bereiche der
Döblerhofstraße, der Nussbaumallee, der Hallergasse, der Otto-
Herschmann-Gasse, des Medwedwegs sowie der Eyzinggasse. Der
öffentliche Straßenraum wird für den Fuß- und Radverkehr aufgewertet
und gleichzeitig die Verkehrssicherheit verbessert.

Besonderes Augenmerk liegt in der Planung auf einer
barrierefreien Nutzbarkeit. Breite, barrierefrei gestaltete Gehsteige
sowie sichere und komfortable Querungsmöglichkeiten sollen die
Aufenthalts- und Bewegungsqualität für alle Verkehrsteilnehmer*innen
verbessern. Zusätzliche Bäume und neue Grünflächen tragen zur
Begrünung des Straßenraums bei und leisten einen wichtigen Beitrag
zur Anpassung an den Klimawandel.

Zur Förderung einer klimafreundlichen Mobilität wird darüber
hinaus eine sichere Radverkehrsinfrastruktur geschaffen. Entlang des
Panoramawegs ist ein durchgängig sicherer Radweg vorgesehen. Zudem
soll eine attraktive und sichere Radverbindung über die
Döblerhofstraße, die Hallergasse und weiter bis in die Otto-
Herschmann-Gasse hergestellt werden.

Zwtl.: Gasometervorfeld im Fokus der Wiener Stadtentwicklung

Dieser Ansatz entspricht auch den Zielsetzungen des räumlichen
Leitbildes, das 2019 für das Zielgebiet der Wiener Stadtentwicklung
erarbeitet wurde. Denn das Gasometervorfeld hat sich als Teil des
Zielgebiets Erdberger Mais – St. Marx in den letzten Jahren stark
verändert: In dem einst industriell geprägten Stadtteil haben sich
nicht nur Unternehmen und Bürogebäude angesiedelt, sondern auch
Wohntürme und Wohnquartiere wurden errichtet. Insgesamt haben sich
dort bereits über 15.000 Menschen im Zuge von städtebaulichen
Projekten angesiedelt und es wurden mehr als 20.000 Arbeitsplätze
geschaffen. Mit dem über 50 000m² großen Park wird die Grün- und
Freiraumversorgung im Gebiet entscheidend verbessert und die
Grundlage für weiteren Wohn- und Lebensraum im Rahmen der neuen
Stadterweiterung Bricolage City geschaffen.

Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter
https://presse.wien.gv.at/bilder abrufbar. (Schluss)