Wien (OTS) – Der Entminungsdienst des Bundesministeriums für
Landesverteidigung
hat im Jahr 2025 erneut einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der
österreichischen Bevölkerung geleistet. Zwischen 1. Jänner und 31.
Dezember 2025 wurden österreichweit 1.094 Meldungen über Funde von
Kriegsmaterial bearbeitet und insgesamt 29.922 Kilogramm gefährlicher
Altmunition geborgen, untersucht und fachgerecht entsorgt.
2025 befanden sich unter den geborgenen Kampfmitteln auch besonders
gefährliche Funde, darunter 172 Streubomben, 4 Anti-Personen-Minen
sowie 13 Bombenblindgänger mit einem Gewicht von über 50 Kilogramm.
Diese Kampfmittel unterliegen internationalen Melde- und
Vernichtungsverpflichtungen und erfordern höchste fachliche Expertise
bei der Entschärfung.
Die Tauchgruppe des Entminungsdienstes barg im Jahr 2025 aus
österreichischen Gewässern 5.589,55 Kilogramm Kriegsmaterial.
Zusätzlich wurden durch die Alpingruppe im hochalpinen Grenzgebiet zu
Italien 211 Kilogramm sprengkräftiger Altmunition unschädlich
gemacht.
Die größten Mengen an geborgenem Kriegsmaterial entfielen auf
Niederösterreich (8.712 kg) und Wien (7.243 kg), gefolgt von Kärnten
(6.361 kg) und der Steiermark (3.552 kg). Insgesamt legten die 16
Einsatzfahrzeuge des Entminungsdienstes im Berichtsjahr 298.784
Kilometer zurück.
Die Vernichtung und Entsorgung erfolgte überwiegend auf den
Sprengplätzen Großmittel und Allentsteig, wo 23.010 Kilogramm
Kriegsmaterial gesprengt wurden. Weitere große Mengen an
Infanteriemunition und Kriegsschrott wurden thermisch behandelt oder
der Wiederverwertung zugeführt. Zusätzlich mussten 50
Sofortsprengungen vor Ort durchgeführt werden. Sämtliche Maßnahmen
erfolgten ohne Personen- oder Sachschäden.
„Die Leistungen unseres Entminungsdienstes zeigen eindrucksvoll,
wie wichtig professionelle Vorsorge für die Sicherheit der
Bevölkerung ist. Mehr als 29 Tonnen unschädlich gemachtes
Kriegsmaterial im Jahr 2025 belegen den hohen Einsatz und die
Expertise unserer Soldaten. Mein Dank gilt den Spezialisten, die Tag
und Nacht im Einsatz sind!“, so Verteidigungsministerin Klaudia
Tanner.
Der Entminungsdienst ist für die Sicherung, den Transport, die
Verwahrung und die Vernichtung von Kriegsmaterial aus der Zeit vor
1955 zuständig. Die Einsätze erfolgen im gesamten Bundesgebiet und
werden durch die Hauptdienststelle Wien sowie die Außenstellen
Hörsching und Graz durchgeführt. Ein durchgehender Einsatzbetrieb ist
durch Rufbereitschaft gewährleistet. Der unsachgemäße Umgang mit
Munition und Sprengmitteln ist für unbefugte Personen
lebensgefährlich. Wenn ein Objekt aufgefunden wird, das in Herkunft
oder Beschaffenheit verdächtig erscheint, sollte man unverzüglich
Abstand wahren, dafür sorgen, dass weder Menschen noch Tiere sich dem
Fund nähern, und die nächste Polizeidienststelle verständigen. Im
Anschluss werden spezialisierte Kräfte des EMD des Bundesheeres
alarmiert, die das Kriegsrelikt fachgerecht entschärfen und sicher
abtransportieren.